Papst lobt Genossenschaften

papst-franziskus_RGB@72dpiPapst lobt Genossenschaften in der Wirtschaft

Franziskus sieht in kooperativer Zusammenarbeit kleiner Unternehmen ein Gegengewicht zu unmenschlichen Auswüchsen des globalisierten Kapitalismus.

Papst Franziskus hat die Zusammenarbeit kleiner Unternehmen in Wirtschaftskooperativen gelobt. Sie seien ein Gegengewicht zu den unmenschlichen Auswüchsen des globalisierten Kapitalismus, sagte er am Samstag vor Vertretern der Konföderation Italienischer Genossenschaften im Vatikan. Die Mission der Genossenschaften bestehe darin, „die Wegwerfkultur zu bekämpfen, die von jenen Mächten kultiviert wird, welche die Wirtschafts- und Finanzpolitik der globalisierten Welt beherrschen“, so Franziskus vor den rund 7.000 Zuhörern in der vatikanischen Audienzhalle.

Er ermutigte sie, Motor für eine nachhaltige Entwicklung im Dienst der Schwachen zu sein. Genossenschaften spielten eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem für die vielen erwerbslosen Jugendlichen, und für die Stärkung des Sozialstaats. Besonderen Wert sollten die zusammengeschlossenen Unternehmen auch auf den Schutz der Familie legen, indem sie insbesondere Frauen die Vereinbarung von Arbeit und Familienleben ermöglichten, so der Papst. Genossenschaften müssten für eine Wirtschaft der Ehrlichkeit stehen, „gefördert von Personen, die in Herz und Geist nur das Gemeinwohl im Sinn haben“.

Vatikanstadt, 28.02.2015

aus dem elektronischen Informationsdienst KATHPRESS.