„Bildung über das Maß hinaus“

„Bildung über das Maß hinaus“

174 Schüler aus Salzburg absolvierten heuer den Lehrgang der Raiffeisen Finanzakademie.

Von Hermann B. Hackl

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“ – Mit diesem Zitat von Goethe als Startimpuls nahm Lehrgangsleiter Michael Porenta die Teilnehmer der 13. Raiffeisen Akademie zu Beginn des Schuljahres mit auf eine Reise in die Finanzwelt. Die theoretischen Zwischenstationen in Form geblockter Unterrichtseinheiten reichten von Finanzierung, Veranlagung und Marketing bis hin zu Personalmanagement und Rhetorik. Im Rahmen der über 70-stündigen Zusatzausbildung erhielten die Schüler zudem praxisnahe Einblicke hinter die Kulissen der Arbeitswelt – ob auf Trainee-Tagen in einer der 51 kooperierenden Raiffeisenbanken oder bei Betriebsbesichtigungen der Fachhochschule, der Wirtschaftskammer und der Redaktion der Salzburger Nachrichten.

174 Schüler aus Salzburg absolvierten heuer den Lehrgang der Raiffeisen Finanzakademie.

Generaldirektor Günther Reibersdorfer gratulierte den Absolventen bei der Diplomübergabe. (c) RVS/Waltraud Dorn

Nach den bestandenen Modulprüfungen freut sich Lehrgangsleiter Porenta die erfolgreichen Schüler an der „Endstation“ der heurigen Finanzakademie – die Zertifikatsverleihung im Kultur- und Kongresshaus in St. Johann im Pongau – auszeichnen zu dürfen. „Die Finanzakademie ist im gesamten Bundesland Salzburg aus der Raiffeisen Bankengruppe nicht mehr wegzudenken“, betont Porenta. Jedes Jahr aufs Neue begeistere ihn die Bereitschaft der Absolventen, über den schulalltäglichen Tellerrand zu blicken und sich freiwillig über das Maß hinaus fortzubilden.

Auch Günther Reibersdorfer, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Salzburg, ist von der Wirksamkeit der außerschulischen Finanzbildung überzeugt: „Unabhängig in welchem Beruf junge Menschen ihre Karriere starten, wirtschaftliches Wissen und unternehmerisches Denken und Handeln werden immer wieder gefordert, sei es als Handwerker oder als Manager.“ Die Raiffeisen Finanzakademie biete ein ideales Lernfeld, um sich wirtschaftliche Kenntnisse selbst zu erarbeiten und diese besser zu verstehen. „Die Schüler erwerben darüber hinaus weitere wichtige Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, strukturiertes und kreatives Arbeiten und Zuverlässigkeit. Wichtige Potenziale der eigenen Persönlichkeit, die im Schulalltag kaum Berücksichtigung finden, treten ans Tageslicht“, so Reibersdorfer. Künftigen Arbeitgebern signalisiere eine derartige Zusatzqualifikation Zielstrebigkeit, Engagement und Durchsetzungskraft: „Schule und Wirtschaft – das sind starke Partner für die Zukunft.“

Dem kann Bildungslandesrätin Maria Hutter nur zustimmen. Sie sieht Investitionen in die außerschulische Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg: „In den Lehrplänen unserer Schulen wird versucht, die enorme Bandbreite des zu vermittelnden Wissens abzudecken. Das Banken- und Versicherungswesen ist zweifellos hochinteressant, aber auch sehr komplex und würde im schulischen Unterricht den Rahmen sprengen. Ich finde es daher großartig, dass Raiffeisen mit seiner Finanzakademie Schülern die Möglichkeit bietet, sich genauer damit auseinanderzusetzen.“

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