Interview mit Maria Gfrerer-Zahradnik

DI Maria Gfrerer-Zahradnik, CSE

Warum sollten Frauen als Funktionärinnen tätig sein?

Vielfalt bereichert ein Gremium. Die etwas andere Sichtweise und sich daraus ergebende Fragestellungen sind auf jeden Fall ein Mehrwert. Ich denke, auch der Umgang untereinander ist anders, wenn nicht nur Männer um den Tisch sitzen.

 

Was hat Sie bei Ihrer Tätigkeit als Funktionärin am meisten überrascht?

Am Beginn vor allem, dass trotz guter Ausbildung und ständiger Weiterbildung unterschwellig der Begriff ‚Quotenfrau‘ sozusagen im Raum schwebte, zumindest hinter vorgehaltener Hand. Und wer möchte schon nur zur Erfüllung der Quote in einem Gremium sitzen? Ich zum Beispiel bin eher ruhig und zurückhaltend, das heißt aber noch lange nicht, dass ich mich nicht intensiv mit den Inhalten auseinandersetze und keine gute Arbeit mache.

 

Welchen Tipp haben Sie an eine neu gewählte Funktionärin?

Stellen Sie Fragen, niemand ist allwissend. Mit einem unvoreingenommenen Blick von außen auf ein Gremium mit all seinen Gewohnheiten werden Fragen aufkommen. Versuchen Sie Ihre gewonnenen Eindrücke zu vermitteln, um so den Spitzenfunktionären vielleicht einen Denkanstoß zu liefern. Hinterfragen ist immer eine Chance für Neues. Und suchen Sie sich Unterstützung. In allen Bundesländern arbeiten Beitratsdamen daran, Funktionärinnen miteinander zu vernetzen. Es tut gut mit Gleichgesinnten über ähnliche Probleme zu diskutieren und praktische Erfahrungen auszutauschen.

 

Kontakt: gut.frankenstein@aon.at 

Maria Gfrerer-Zahradnik