Die ersten 50.000

Die ersten 50.000

Grafenegg wächst immer weiter. Mit neuen Quartieren für Künstler, Gratis-Konzerten im Park und natürlich dem Klassik-Kernprogramm.

Erstmals waren es heuer über 50.000, die nach Grafenegg kamen. Zehn Jahre gibt es das Festival bereits. Es findet in der einmaligen Kulisse vor dem neugotischen Schloss im historischen Tudorstil statt, wo sich Architektur, Kunst und Natur gute Nacht sagen. Das Programm wird dabei von Jahr zu Jahr umfangreicher. Es findet längst nicht nur mehr im Sommer statt, auch wenn es in lauen Nächten seinen größten Reiz entfaltet. Grafenegg wird mittlerweile das ganze Jahr über von frühmorgens bis spätabends bespielt.

(c) Klaus Vyhnalek

Dirigent Valery Gergiev würde die Beginnzeiten ohnehin nicht ganz ernst nehmen, wusste der künstlerische Leiter Rudolf Buchbinder. Dieser brach bei der Vorstellung des Programms eine Lanze für die kulturelle Bildung in Österreich: „Das einzig Gute am Kommunismus ist das Schulsystem, das sage ich immer wieder, denn dort werden Kinder zu großer Zahl in Konzerte gesteckt“, meinte er. In Niederösterreich werde erfreulicherweise nicht an der Kultur gespart, meinte er – wohl mit Blick auf Oberösterreich und Wien.
Das Tonkünstlerorchester ist in Grafenegg daheim, probt dort. Es wird einen Teil des Programms bestreiten, darüber hinaus werden zahlreiche internationale Gäste vor Ort sein, Elbphilharmonie, Wiener Philharmoniker, Orchester der Scala bis hin zur Staatskapelle Dresden. Der Chefdirigent der Tonkünstler, Yutaka Sado, strich zudem sein Verhältnis zu Leonard Bernstein hervor, der ihn erstmals nach Österreich gebracht habe. Zu dessen 100. Geburtstag wird es ein besonderes Konzert geben.
Wichtig ist dem Team dabei, sehr niederschwellig zu sein. Es gibt 50% Ermäßigung unter 26 Jahren. Die Eintrittspreise fangen bei zehn Euro an. Dennoch wird mehr als die Hälfte des Budgets von 9,1 Millionen Euro aus Eintrittsgeldern bestritten.
Der Vorverkauf für Grafenegg startet am 28. November. red

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