Die fantastische Welt von Tass und Thommy

Die fantastische Welt von Tass und Thommy

Die Österreicher Thommy Ten und Amélie van Tass konnten Amerika begeistern. Nun touren sie durch Österreich.

Ich bin sieben Jahre hier, ich muss sagen, das ist das Beste, das Unglaublichste, das ich hier jemals gesehen habe.“ Das hat niemand Geringerer als Howie Mandel gesagt, seines Zeichens Juror bei America’s Got Talent. Die TV-Show läuft in den USA seit über zehn Jahren, Heidi Klum sitzt regelmäßig auf der Richterbank, außerdem Simon Cowell, einer der einflussreichsten Männer im Showbusiness weltweit. Im Schnitt sehen ihnen elf Millionen Menschen zu. Allein dort aufzutreten, kann einer Karriere mächtig Auftrieb verleihen. Aber Zweiter zu werden, dafür braucht es nicht nur Talent und Können, sondern auch viel Showmanship. Gelungen ist das den Österreichern Thommy Ten und Amélie van Tass. Bei ihnen trifft Showmanship auf Showwomanship.

(c) Sebastian Konopix

Zuseherrekorde
Heuer werden beide – die in Krems wohnen, wenn sie nicht gerade auf Tour sind – wieder in Europa unterwegs sein. Bei ihrer letzten Tour hatten sie die magische Marke von 100.000 Besuchern knacken können, der Terminkalender ist randvoll, nach dieser Tour werden beide erst wieder 2020 in Österreich zu sehen sein – im Februar dafür noch am laufenden Band. Thommy Ten ist selbstbewusst und weiß, was sie in kurzer Zeit erreicht haben. „Das letzte Mal sind wir direkt aus Grafenegg in die Staaten geflogen, um eine Spezialfolge von America’s Got Talent aufzuzeichnen. Wir waren in der besonderen Situation, dass sich der Sender NBC nach unseren Terminplänen richten musste. Normalerweise ist das umgekehrt. Die Folge hat dann mit 18 Millionen Zusehern den Rekord geknackt.“

Du bist eine Hexe
Bei der Präsentation der neuesten Tour-Termine im Turm der RLB Niederösterreich-Wien konnten die Anwesenden eine Kostprobe ihres Könnens bekommen, Thommy Ten und Amélie van Tass hatten in den Gedanken einer Journalistin des Raiffeisen Magazins gestöbert und genau jenes Wort dort gefunden, das sie zuvor per Zufall in einem Duden herausgesucht hatte. Eine vergleichsweise leichte Übung verglichen mit den hellseherischen Kunststücken, die beide auf der großen Bühne vollbringen. Sie können Zahlen auf Gegenständen erahnen, von denen nicht einmal ihre Besitzer wissen, dass sie sich dort befinden – egal ob das nun die Augen eines Würfels sind, die Seriennummer einer Banknote oder das Ablaufdatum von Augentropfen. „Es gibt nur eine Erklärung, du bist eine Hexe“, meinte Juror Simon Cowell daraufhin.
Es ist das eine, das Publikum zum Staunen zu bringen, das andere, zaubernde Kollegen zu überzeugen. Bei der TV-Show „Fool Us“ geht es genau darum. An den Magiern Penn und Teller haben sich schon viele ihre Zähne ausgebissen. „Wir kennen beide“, so Thommy Ten. „Das Schöne ist, dass wir auch von vielen Kollegen hören, dass sie keine Ahnung haben, wie wir das machen.“ Dafür gibt es mittlerweile ganz handfeste Beweise. Vor vier Jahren konnte Amélie van Tass deutsche Meisterin der Mentalmagie werden. In derselben Kategorie holten beide zusammen im Jahr darauf den Titel bei den Weltmeisterschaften in Italien. Und obendrauf wurden sie letztes Jahr noch Stage Magicians Of The Year. Dieser Preis, der jedes Jahr in Hollywood verliehen wird, gilt als ultimativer Ritterschlag der Branche. Ohne einzigartige Tricks ist das nicht zu erreichen.

Heidi ist platt
Die Uniqa und die RLB Niederösterreich-Wien sind dabei früheste Kooperationspartner. Der Vorstand der Uniqa konnte das magische Paar gesammelt in Grafenegg sehen und war begeistert. Die Ankündigung der Tour allein sei das zweitstärkste Posting des gesamten letzten Jahres gewesen. Deshalb engagiert man sich, will die Kunden begeistern und verzaubern. Das scheint mit vollen Häusern mehr als zu gelingen. Oder wie es Heidi Klum ausdrückte: „Ich bin platt. Absolut unglaublich.“ stfn