Die Anfänge

Die Anfänge

Die Genossenschaftsbewegung nach Raiffeisen hat ihre Wurzel im Gedanken der christlichen Solidarität. Ziel ist die gemeinschaftliche Selbsthilfe nach dem Leitmotiv: „Einer für alle – alle für einen“.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888) war Bürgermeister einer von Hunger und Armut geprägten Gemeinde im deutschen Westerwald und täglich mit der Not der Bauern, Arbeiter und Handwerker konfrontiert. Doch seine rein karitativen Hilfsansätze erwiesen sich in der Praxis als zu wenig nachhaltig. Dadurch gewann Raiffeisen die Überzeugung, dass nur Hilfe zur Selbsthilfe die Probleme der Menschen lösen kann und gründete 1862 den ersten sogenannten Darlehenskassen-Verein.

Nach dem von Raiffeisen entwickelten Modell bildete sich rasch eine große Zahl von Genossenschaften, die nicht auf Gewinn, sondern auf die Förderung ihrer Mitglieder ausgerichtet waren. Die Spareinlagen wohlhabenderer Mitglieder wurden in Form von günstigen, langfristigen Darlehen an bedürftigere Mitglieder abgegeben. Damit eröffnete sich für diese erstmals die Möglichkeit, Geld für Investitionen oder die Überbrückung von Dürrejahren aufzunehmen.

Nächste Schritte waren der gemeinsame Einkauf von Betriebsmitteln wie Saatgut sowie die gemeinsame Lagerung und der gemeinsame Verkauf von Agrarerzeugnissen.

Der Grundstein für die heute weltumspannende Organisation der Raiffeisengenossenschaften war gelegt.

 

Raiffeisen-Gedenkstätten

Deutsches Raiffeisenmuseum Hamm

Begegnungsstätte Weyerbusch

Raiffeisenhaus Flammersfeld

Grabstätte Neuwied