Früh übt sich, wer ein Sparer werden will

Früh übt sich, wer ein Sparer werden will

Die Kärntner Raiffeisenbanken starten den Jugendschwerpunkt 2018. Ob Sumsi Club, Taschengeld- oder Jugendkonto – es bleibt „Hecht geil“.

Bei den „Strategischen Vertriebszielen“ der Kärntner Raiffeisenbanken – Konto, Elba, Finanzierung und Wertpapiere – sei man durchaus auf Zielkurs, verkündet Georg Messner, Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten, beim „Forum Jugend“ in Klagenfurt, dem offiziellen Start des heurigen Jugendschwerpunktes.
Bis 2020 soll der bereits solide Marktanteil von 40 Prozent noch weiter ausgebaut werden. Speziell in den Bereichen Elba und Wertpapiere verzeichnet man die größten Zuwächse. So konnte man im Jahr 2017 rund 10.000 neue Elba-Kunden dazugewinnen. „Bei der für die Jugend relevanten Zielgruppe der 15- bis 19-Jährigen sind hier im letzten Jahr 2.331 neue ELBA-Kunden hinzugekommen“, so Manuela Glaser, Marketing- & Vertriebschefin sowie Geschäftsführerin des Kärntner Raiffeisen Marketings (KRM).

Christopher Weiss, Georg Messner und Manuela Glaser mit den KRM-Vorständen Walter Hartlieb und Michael Podobnig (c) KRM

„Das im April 2017 österreichweit eingeführte ‚harmonisierte Jugendkonto‘ wird in Kärnten flächendeckend von allen Raiffeisenbanken angeboten. 2017 wurden insgesamt 3.000 Stück neue Taschengeld- bzw. Jugendkonten eröffnet. Vor allem bei den Eltern kommt die inkludierte Unfallversicherung sehr gut an“, betont Messner. Der Anteil von mehr als einem Drittel an Taschengeldkonten für unter 14-jährige, die nur gemeinsam mit den Eltern abgeschlossen werden können, sei bemerkenswert.
Um die junge Zielgruppe noch mehr für Wertpapiere zu begeistern, werden junge Berater für Veranlagungsthemen sensibilisiert und für das Überwinden von Beratungsängsten sowie das Erkennen von Verkaufssignalen geschult. Gerade im Jugendalter werden die entscheidende Weichenstellung für das Bankgeschäft und die Wahl der Bankverbindung getroffen, weiß Messner. Deshalb sei es wichtig, als Bank präsent zu sein und die jungen Kunden mit einem Leistungsversprechen zu überzeugen und somit langfristig zu binden.

Neue Alternativen
Im März 2017 wurde als Alternative zur Schulbetreuung der „Sumsi Club“ für Kinder bis zehn Jahre eingeführt. Neben einer personalisierten Sumsi Club-Karte erhalten Jungsparer einen Sammelpass, den sie nach fünf erfolgten Einlagen gegen ein kleines Geschenk eintauschen können. Weiters bietet der Club eine Reihe von Vorteilen in ganz Österreich. Einen großen Schwerpunkt habe man im Rahmen des Weltspartages 2017 gesetzt. „Bis Jahresende wurden über 1.500 Sumsi Club-Karten produziert, wobei die Bestellzahlen stetig ansteigen“, so Christopher Weiss, Obmann vom Kärntner Raiffeisen Club. Auch 2018 sind wieder Vertriebsaktivitäten geplant und das Angebot wird mit neuen Kooperationspartnern erweitert. „Je länger eine Kundenbeziehung währt, desto nachhaltiger ist sie auch. Deshalb ist es wichtig, Kunden schon früh anzusprechen und für die Marke zu sensibilisieren“, ist Weiss überzeugt.
Das ebenfalls 2017 vorgestellte „Netzwerkmarketing“ zur Neukundenansprache wurde von einigen Raiffeisenbanken bereits aktiv in Angriff genommen. Im Fokus dieses Werkzeuges stehen die Kooperationspartner der einzelnen Raiffeisenbanken, also die verschiedensten Vereine oder Unternehmen. Durch einen vorgefertigten Leistungs-Katalog für Bank und Partner sowie Musterkooperationsverträgen sollen die Raiffeisenbanken mehr aus ihren Netzwerken herausholen können. „Punktuell trägt das schon durchaus Früchte. Die Durchdringung ist allerdings noch ausbaufähig, was der Vielzahl an aktuellen Großprojekten geschuldet ist“, betont Weiss.

Hecht ahoi!
Beim Werben um die junge Zielgruppe kommt 2018 erneut der sprechende Hecht als Testimonial zum Einsatz. Anpassungen erfolgten in der Sprachmelodie, Wortwahl und Formulierung, erklärt Weiss. Zudem wurde auf jugendliche Darsteller verzichtet – der Hecht wird zur „Hauptperson“ der Kampagne. Der Kinospot sei bereits in allen Kärntner Kinos eingebucht und online werde mit Videoformaten im Social Media- und Mobile-Bereich gearbeitet. Wird ein Jugendkonto abgeschlossen, erhält der Kunde heuer einen wasserfesten Bluetooth-Lautsprecher. „Neben der gesamten werblichen Begleitung ist aber eines wichtig: die vertrieblichen Aktivitäten“, erklärt Weiss.

Kunde im Mittelpunkt
Neben Vertrieb und Werbung standen beim Forum Jugend auch die Chancen und Möglichkeiten sowie Entwicklungen rund um das Sektorprojekt „Digitale Regionalbank“ am Programm.
Noch verfolgt Raiffeisen einen „filialzentrierten Ansatz“, das heißt, im Zentrum steht die Bankstelle und der Kundenberater, flankiert von anderen Kanälen wie Elba, App oder der Homepage. Künftig soll der Kunde im Mittelpunkt stehen, der über alle Kanäle verfügen und auswählen kann. „Die Bankstelle von morgen wird immer mehr zum Kompetenzzentrum – höhere Qualität in der persönlichen Beratung, aber weniger Service- und Selbstbedienungsangebot“, skizziert Georg Messner. Trotz der zunehmenden Selbstständigkeit der Kunden und der effizienteren Abläufe in der Bank bleibe der Kundenberater zentrales Element. „Die Qualität, das Wissen und die Beziehung hat nur ein Berater“, bekräftigt Messner. Laut Manuela Glaser gebe es keinen Bereich, der nicht von der Digitalisierung betroffen ist. Die ‚Digitale Regionalbank’ schärft unser einzigartiges Image, aber „wir bleiben Beraterbank und nutzen die Digitalisierung maximal nach innen und nach außen“. bla