Gehöriger Zulauf

Gehöriger Zulauf

Wenn das FM4 Frequency Festival seine Zelte in St. Pölten aufschlägt, wird die Landeshauptstadt zum Hotspot für Musik und Jugendkultur. Mittendrin im Getümmel: der Raiffeisen Club.

Von Alexander Blach

Von 15. bis 17. August zieht es heuer wieder zigtausend Musikbegeisterte und Feierwütige auf das VAZ Gelände nahe der Traisen. 50.000 Besucher pro Tag sollen kommen. 2018 waren bereits drei Monate vor dem Festival alle Tickets weg, für heuer wird der Ausverkauf noch früher erwartet, sagt Veranstalter Harry Jenner: „Der Vorverkauf für das Frequency 2019 läuft extrem gut – es ist der stärkste in 19 Jahren.“ Hauptgrund für die große Nachfrage sei das Line-up. Interpreten wie Macklemore, Prophets of Rage, Swedish House Mafia oder Twenty One Pilots – letztere haben erst die Wiener Stadthalle ausverkauft – sorgen für gehörigen Zulauf. Aber auch das ganze Drumherum trägt enorm dazu bei, weiß Jenner. Ein „massives Asset“ sei die Traisen, die nicht nur für Abkühlung unter den Festivalgängern sorgt, sondern einfach auch optisch etwas hermacht. Campen am Flussufer unter Bäumen können nur wenige Festivals bieten. Weniger „Zelt-affine“ – und finanzstärkere – Besucher haben die Möglichkeit, sich etwas glamouröser am Festival einzumieten. So können mit der sogenannten Glamping-Option zusätzlich zum Festivalticket Holzhütten, Bungalows oder Beduinenzelte gebucht werden. Da kann die Unterkunft dann schon fast 600 Euro kosten – zusätzlich zum Festivalticket. „Wir haben uns lange davor gesträubt, weil sie auch superteuer sind im Einkauf. Deshalb müssen wir sie auch zum selben Preis weitergeben. Die Leute stehen aber total darauf. Und vergleicht man das mit einem Hotelaufenthalt für zwei Personen, kann es sogar billiger sein“, sagt Jenner. Die Nachfrage spreche auf alle Fälle dafür, zwei der drei Optionen sind für 2019 bereits ausverkauft.

Ein weiteres Highlight des Frequency Festivals ist der „Nightpark“, der nach den Open-Air-Konzerten mit eigenem Programm zum Weiterfeiern lädt. Quasi ein Festival im Festival, vor allem für Fans der elektronischen Musik.

(c) Raiffeisen Club

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Da mehrheitlich die junge Zielgruppe durchs Festival-Universum streift, hat auch der Raiffeisen Club NÖ-Wien Potenzial für eine Kooperation gesehen, sagt Günther Haas, Abteilungsleiter Werbung und Kooperation in der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Der Raiffeisen Club – für alle zwischen 14 und 24 Jahren – bietet seit jeher seinen Mitgliedern eine Reihe von Vorteilen, dazu gehören unter anderem ermäßigte Tickets für Konzerte in ganz Österreich.

„Das Frequency Festival ist in Niederösterreich der Jugend- und Musikevent schlechthin – da nicht dabei zu sein, war für uns kein zufriedenstellender Zustand“, betont Haas. Gerade vor dem Hintergrund, dass beide Parteien immer wieder zusammenarbeiten. „Ich habe schon meine ersten Shows vor etwa 15 Jahren mit dem Raiffeisen Club gemacht. Günther Haas war auch einer meiner ersten Supporter“, erinnert sich Jenner. Zudem sei man ohnehin laufend in Kontakt wegen Konzert-Kooperationen für den Raiffeisen Club.

Der Festival-Deal als Nonplusultra der Zusammenarbeit war aufgrund eines langjährigen Vertrags mit einer anderen Bank-Marke allerdings nicht möglich. Als dieser schließlich vor drei Jahren auslief, bekam der Raiffeisen Club die Möglichkeit, offizieller Presenter des FM4 Frequency Festivals zu werden.

Neben der erhöhten Sichtbarkeit der Marke und des Logos auf allen Werbemitteln sowie mit eigener Präsenz am Festival, stehe für den Raiffeisen Club der Vorteil für die Mitglieder im Vordergrund. „Wir machen das primär, um den Club-Mitgliedern eine Legitimation für ihre Mitgliedschaft zu geben. Zu zeigen, wie viele Vorteile der Club hat, ist für mich das Wichtigste“, betont Günther Haas. So gibt es neben den vergünstigten Festivaltickets für die Club-Mitglieder eine zusätzliche Gutschrift auf die Cashless-Card – da das gesamte Festival ohne Bargeld auskommt, müssen die Besucher ihr Geld auf eine eigene Karte laden, um damit bezahlen zu können. „Da Geld im weitesten Sinne unser Thema ist, bespielen wir diesen Bereich natürlich auch“, so Haas.

Im zweiten Jahr der Kooperation wurden mehr als 6.000 Festivaltickets in ganz Österreich bei Raiffeisen gekauft. Zwei Drittel davon waren ermäßigte Club-Tickets. Für das Frequency 2019 laufe der Verkauf noch besser, sagt Haas. Dafür sei mitunter die Neugestaltung des Raiffeisen-Webshops verantwortlich. „Seitdem ist das Karten kaufen bei Raiffeisen einfacher und User-freundlicher geworden. Wir merken schon einen starken Anstieg bei den Online-Käufen“, bestätigt Haas.

Das Festival-Engagement dient jedoch nicht nur der Kundenbindung, sondern auch der Neukundengewinnung. Die sogenannte „Frequency-Weihnachtsaktion“ richtet sich alleine an Neukunden: „Wenn Eltern ihren Kindern ein Jugendkonto schenken, ist das per se nicht so sexy, weil es eigentlich nichts kostet. Aber wenn es dazu einen Festivalpass für 99 Euro gibt, macht das schon Sinn. Damit werten wir das Jugendkonto enorm auf“, ist Haas überzeugt. Das limitierte Aktions-Kontingent sei für 2019 wieder in Kürze ausverkauft gewesen.

Die allerletzten Festivaltickets werden auch heuer wieder exklusiv bei Raiffeisen zu kaufen sein. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die letzten 700 Festival-Pässe innerhalb von fünf Minuten ausverkauft sein werden“, erinnert sich Haas an das Vorjahr. Schnell sein, lohnt sich also.

Großes Potenzial

Noch vor dem heurigen Festival müssen sich die beiden Partner entscheiden, wie beziehungsweise ob sie die Kooperation weiterführen wollen. „Aus meiner Sicht ist das Potenzial für eine Weiterführung der Kooperation groß“, sagt Harry Jenner. „Der Raiffeisen Club ist ein starker Partner, der genau in meiner Zielgruppe aktiv ist. Und sich – was nicht selbstverständlich ist – aktiv vor Ort einbringt und dem Festival so noch einen Mehrwert gibt – eine sehr runde und stimmige Partnerschaft, aber es gehören immer zwei dazu.“ – Aus heutiger Sicht spreche auch für Günther Haas nichts gegen eine erneute Vereinbarung.

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