ÖRV für einfachere Regeln bei kleinen Banken

OTS0026 5 WI 0287 RAV0001 Fr, 10.Mär 2017
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ÖRV begrüßt deutsche Unterstützung bei einfacheren Regeln für kleine Banken

Pangl: „Es wird Zeit, dass europäische und internationale Aufseher erkennen, dass hier Handlungsbedarf besteht.“

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich der Österreichische Raiffeisenverband über die Aussagen von Andreas Dombret, Vorstand der Deutschen Bundesbank, über verhältnismäßige Regeln für kleinere Banken. Dombret hat vor einer Unverhältnismäßigkeit der Bankenregulierung für kleinere Institute gewarnt und eine Entlastung regionaler Institute mit geringen Risiken angedeutet.

„Seit Jahren fordern wir in Brüssel Erleichterungen für kleinere Banken. Es wird Zeit, dass europäische und internationale Aufseher erkennen, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wir wissen, dass die österreichischen Vertreter in Brüssel Bestrebungen für verhältnismäßige Regeln befürworten. Erfreulich, dass es nun auch prominente Unterstützung von der Deutschen Bundesbank gibt“, sagt Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

In Deutschland und in Österreich ist die Bankenbranche klein strukturiert und besonders von lokalen Regionalbanken geprägt. Von den rund 700 zugelassenen Kreditinstituten in Österreich sind rund 450 als Raiffeisenbanken aktiv.

Aktuell werden auf EU-Ebene Erleichterungen für kleinere Banken diskutiert und im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht neue Kapitalregeln für alle Banken verhandelt (im Fachjargon Basel IV). Vor allem Europäische und amerikanische Aufsichtsbehörden streiten über die Ausgestaltung der neuen Regeln. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hatte vergangene Woche eingeräumt, dass sich die Verabschiedung des Reformpakets verzögert.

Pangl betont in diesem Zusammenhang, dass es aber nicht nur um eine Entlastung kleinerer Banken, sondern auch um den Beschluss angemessener Regelungen gehe. „Die von Basel geplante Verteuerung von Unternehmensbeteiligungen würde nicht nur kleinere Institute treffen. Sie wäre eine Schwächung des gesamten Wirtschaftsstandortes Österreich und sollte auf jeden Fall verhindert werden“, ergänzt Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken und Board Member der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken EACB. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Edith Unger
Österreichischer Raiffeisenverband
Tel.: 01-90664-2588

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