ÖRV gegen flächendeckende LKW-Maut

OTS0025 5 WI 0193 RAV0001 II Mo, 18.Apr 2016
Wirtschaft und Finanzen / Transport / Kommunales / Politik

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ÖRV-Pangl gegen flächendeckende LKW-Maut

„Rückschlag für strukturschwache Regionen“

Wien (OTS) – Am 29. April werden die Verkehrsreferenten der Bundesländer über die Einführung einer flächendeckenden Maut für LKW und Busse entscheiden. Diese Maut soll den Ländern rund 650 Millionen Euro für den Erhalt von Landes- und Gemeindestraßen bringen.

Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) spricht sich entschieden gegen diese Maut aus. „Eine flächendeckende Lkw-Maut wäre ein Rückschlag für strukturschwache Regionen. Unternehmensstandorte im ländlichen Raum würden gegenüber den Ballungszentren weiter an Attraktivität verlieren“, warnt ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl. Ein wesentlicher Anteil der erwarteten Mauteinnahmen wäre von der Agrar-, Lebensmittel- und Holzwirtschaft zu tragen. „Wir erwarten uns von der Politik endlich eine Entlastung der Betriebe und keine neuen Steuern und Gebühren“, unterstreicht Pangl.

Von den Befürwortern einer flächendeckenden Lkw-Maut wird eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene als Argument gebracht. „Das ist Unsinn, weil ja die Bahn im Gegensatz zum LKW nicht überall hinkommt. Insbesondere der regionale Zustellverkehr kann nicht verlagert werden“, stellt Pangl klar. Im übrigen sei zu befürchten, dass die Maut nicht zum Ausbau der Straßen, sondern wieder nur zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet werde.

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