Pioniere der Neuzeit

Pioniere der Neuzeit

Die besten Raiffeisenbanken in Niederösterreich, Wien und der Steiermark wurden ausgezeichnet.

Von Alexander Blach

Die Herausforderungen der Zeit erkennen, Visionen für Verbesserungen entwickeln und den Mut zur Umsetzung haben – Qualitäten, die Pioniere auszeichnen. Egal ob heute oder vor 200 Jahren, denn am 30. März 1818 erblickte im deutschen Hamm an der Sieg einer dieser Pioniere das Licht der Welt: Friedrich Wilhelm Raiffeisen – der erste „Champion“ im Raiffeisensektor. Mit seinem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ hat er maßgeblich das Wirtschaften seiner Zeit verändert. Ohne seinen Mut und Gestaltungswillen und die Kraft seiner Idee gäbe es für die Raiffeisenbanken von heute nichts zu feiern. „Dank der Genossenschaftsform sind wir etwas völlig anderes als klassische Banken“, betonten Georg Kraft-Kinz, Generaldirektor-Stv. der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, und Johann Sperhansl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin, die beide dem Marktgremium für Wien und Niederösterreich vorsitzen und die Auszeichnung der „Raiffeisen Champions 2017“ vornahmen. Neben Mut und Veränderungsbereitschaft brauche es Pioniergeist, um den „manchmal sehr brutalen Veränderungen“ gerecht zu werden und „unsere Raiffeisenbanken erfolgreich in eine digitale Zukunft zu führen“.
Eigenschaften, die die Raiffeisenbanken im vergangenen Jahr scheinbar erfolgreich an den Tag legten: „2017 war – wie die Jahre davor auch – sehr herausfordernd. Die Raiffeisenbanken konnten aber trotzdem ein sehr gutes Ergebnis abliefern“, bilanzierte Sperhansl.
In seiner Funktion als Geschäftsleiter sei die Schließung von knapp der Hälfte seiner Bankstellen die größte Herausforderung gewesen. Das Kundenverhalten hat sich aufgrund der Digitalisierung massiv geändert. Darauf musste reagiert werden. Freude habe man bei den Kunden damit nicht ausgelöst, nennenswerte Kundenverluste wurden aber ebenso wenig verzeichnet. Eine Entwicklung, die laut Sperhansl vor allem der starken Vertrauensbeziehung zwischen Kunden und Beratern geschuldet sei. „Veränderung ist eben nicht immer lustig, führt aber zu Gewinn und Weiterentwicklung“, so Georg Kraft-Kinz.

Das Team der RRB Mödling (c) Roland Rudolph

Glückwünsche aus der Vergangenheit
Als sogenannte „Top Scorer“ zeichnete man die sieben erfolgreichsten Kundenberater aus. Als Belohnung für ihren Einsatz reisen sie zur Geburtsstätte von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der übrigens für die Siegerehrung der Champions wieder zum Leben erweckt wurde und per Videoschaltung die Preisträger verkündete.
In der Raiffeisen Club Liga wurden die Raiffeisenbanken Wiesmath-Hochwolkersdorf, Thayatal-Mitte, Tulln und Region St. Pölten für ihr außerordentliches Engagement im Jugendbereich geehrt. Die Raiffeisen Club-Betreuer erhielten VIP-Tickets für das FM4 Frequency Festival inklusive Blick hinter die Kulissen.
In Wien überzeugte in der Kategorie Handel und Gewerbe das Team Raiffeisenhaus Wien knapp vor Wien City und Wien Süd. Im Privatkundenbereich sicherte sich zum siebten Mal in Folge das Marktteam Jörgerstraße den ersten Platz.
In Niederösterreich erfolgte die Prämierung in vier Größenkategorien basierend auf der Bilanzsumme der Bank. In der Gruppe 1 schaffte es ebenfalls zum siebten Mal in Folge die Raiffeisenbank Seefeld-Hadres auf den ersten Platz. Die RB Bernhardsthal-Großkrut-Altlichtenwarth siegte in der Gruppe 2 vor den Raiffeisenbanken Auersthal-Bockfließ-Groß Schweinbarth und Wolkersdorf. Drei Jahre habe das Team der RB Wagram verbissen um den Sieg in Gruppe 3 gekämpft und sich 2017 endlich durchgesetzt.
In Gruppe 4, die der größten Banken, lag die Raiffeisen Regionalbank Mödling das ganz Jahr in Führung und konnte den Sieg auch bis zum Schluss verteidigen. Darüber hinaus löste Mödling die RB Bernhardsthal-Großkrut-Altlichtenwarth als Gesamtsieger ab.

 

Erfolg ganz ohne Zauberei

Die Raiffeisenbankengruppe Steiermark zeichnete kürzlich die erfolgreichsten Vertriebsleistungen 2017 mit dem Raiffeisen-Award aus. In mehr als 500.000 ausführlichen Beratungsgesprächen konnte vergangenes Jahr die Marktführung in der Steiermark gestärkt werden. RLB-Generaldirektor Martin Schaller dankte für den „überdurchschnittlichen Einsatz“ und überraschte mit brandaktuellen Umfragedaten: „Raiffeisen ist in der Steiermark die klare Nummer eins, wenn es um kompetente Beratung, Sympathie und Kundenvertrauen geht. Unsere Kundenbetreuerinnen und -betreuer legen dafür die wichtigste Basis.“
Die passende Inspiration für die 400 geladenen Vertriebsmitarbeiter lieferte der iPad-Zauberer Simon Pierro, dessen Illusionen möglich machten, was ein iPad eigentlich nicht kann: Nämlich Fotos ausdrucken, Bälle verschlucken oder gar Bier ausschenken.
Der Raiffeisen-Award kürte in drei Größenkategorien die vertriebsstärksten Raiffeisenbanken. In der Gruppe „Muskateller“ schaffte es die RB Wildon-Lebring vor der RB Hitzendorf-Rein und der RB Preding-Hengsberg-St. Nikolai im Sausal auf den ersten Platz. Die RB Gratwein verteidigte ihren ersten Platz in der Gruppe „Weißburgunder“. Auf Platz zwei folgt die RB Bad Radkersburg-Klöch und auf Platz drei die RB Hartberg.
Die beste Vertriebsleistung in der Gruppe „Sauvignon Klassik“ verzeichnete die RLB Steiermark vor der RB Gleinstätten-Leutschach und der RB Gröbming. Den Gesamtsieg über alle Klassen holte wie im Vorjahr die RB Gratwein. red

Das Team der RB Gratwein (c) Raiffeisen Steiermark