Geschichte

Raiffeisen in Österreich – Siegeszug einer Idee

Seit mehr als 125 Jahren gibt es Raiffeisen auch in Österreich. Dabei hat sich die ursprüngliche Organisationsform bis in die Gegenwart erhalten. Heute bilden rund 1.600 in den verschiedensten Bereichen tätige und jeweils selbständige Genossenschaften mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die Basis der Österreichischen Raiffeisengruppe. Dazu kommen eine Reihe von überregional tätigen Verbundunternehmen, die im Eigentum jeweils mehrerer Genossenschaften stehen und gemeinsame Aufgaben wahrnehmen sowie eine bedeutende Zahl an Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland.

Die Genossenschaftsidee selbst entstand im 19. Jahrhundert, einer ihrer wesentlichen Pioniere war Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888). Er stellte sich der Aufgabe, die große wirtschaftliche Not der ländlichen Bevölkerung zu lindern.

Raiffeisens Idee wurde in Österreich rasch aufgegriffen, 1886 in Mühldorf bei Spitz an der Donau die erste Raiffeisenkasse gegründet. Nur 10 Jahre später, 1896, war die Zahl der Spar- und Darlehenenskassen nach dem System Raiffeisen bereits auf rund 600 gestiegen.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist die Entwicklung von Raiffeisen in Österreich untrennbar mit der Geschichte des Landes verbunden. Diese wiederum wurde vielfach von Raiffeisen mitgeprägt. Beschäftigt man sich heute mit der wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs, stößt man daher unweigerlich auf Raiffeisengenossenschaften, etwa als maßgebliche Träger des Wirtschaftsaufschwunges nach den beiden Weltkriegen.

So stehen der Name Raiffeisen und das jahrhundertealte Schutzsymbol des Giebelkreuzes für Sicherheit und verlässliche Partnerschaft – damals wie heute.