2000–2005

2000–2005:

In den Jahren 1999 bis 2001 kommt es zu den bisher größten strukturellen Veränderungen in Österreichs Bankenlandschaft. Viele Banken werden privatisiert, die öffentliche Hand zieht sich aus der Haftung zurück. Viele Bankengruppen werden ganz oder teilweise von ausländischen Eigentümern übernommen. 
Die Raiffeisen-Bankengruppe ist mittlerweile die zweitgrößte Bankengruppe des Landes und die einzige große Bankengruppe in österreichischem Eigentum.

2001 erfolgt in Niederösterreich und Wien eine weitgehende Trennung von Bank- und Beteiligungsgeschäft, in dem der bankgeschäftliche Teilbetrieb in eine Aktiengesellschaft (Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG) eingebracht wird. Das Beteiligungsgeschäft von Raiffeisen NÖ-Wien ist seit dem in der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. gebündelt, deren wichtigste Beteiligung die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ist. Weiters hält sie u.a. Beteiligungen an AGRANA, LLI, mit einem starken Mühlenbereich, STRABAG, einem der größten Bauunternehmen Europas, am KURIER sowie an der NÖM.
Die Raiffeisen-Bankengruppe gilt unter der Federführung der RZB als führende Bankengruppe in vielen Ländern Zentral- und Osteuropas.

2002 ersetzt in Österreich der Euro die bis dahin geltende Schilling-Währung. Insbesondere für die Raiffeisen Bankengruppe ist die Währungsumstellung mit enormer organisatorischer Arbeit verbunden. Die gut vorbereitete Umstellung gelingt reibungslos.

2003 verabschiedet der EU-Rat das EU-Genossenschaftsstatut. In diesem Statut enthalten ist die Möglichkeit, grenzüberschreitende Genossenschaften zu errichten.
Die EU beschließt eine Verordnung über die Beimischung von Bio-Kraftstoffen zu herkömmlichen Mineralöl-Treibstoffen.

Einstieg der LLI Leipnik-Lundenburger Investbeteiligungs AG in den deutschen Mühlenmarkt mit einer Beteiligung an den VK-Mühlen. Dieses Unternehmen mit Sitz in Hamburg ist Marktführer in Deutschland. Die LLI ist ein Tochterunternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien.

2004 findet die Gründung der Raiffeisen International Bank-Holding AG (RIBH) als Tochterunternehmen der Raiffeisen Zentralbank Österreich statt.

agrana2005 erfolgt der überaus erfolgreiche Börsegang der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Aktienemission bei einem Ausgabekurs von EUR 32,50 ist mehr als 20fach überzeichnet. Vor allem das Interesse österreichischer Kleinanleger ist enorm. Die Aktie setzt zu einem enormen Höhenflug an und erreicht bis Jahresende 2005 einen Börsenkurs von EUR 55,55.

Der Agraraußenhandel Österreichs erreicht erstmals seit EU-Beitritt ein positives Ergebnis. Besonders erfolgreich ist die von Raiffeisen-Genossenschaften dominierte Milchwirtschaft, die Milchprodukte im Wert von 727 Mio. Euro exportiert. Die Importe von Milchprodukten nach Österreich wurden mit 409 Mio. Euro beziffert.
NÖM und die Kärntner Milch bieten als erste Molkereien in Österreich gentechnikfreie Milchprodukte an.

Kapitalerhöhung des Zucker- und Stärkekonzerns AGRANA. Die deutsche Südzucker AG erhöht ihren Anteil an der AGRANA auf 37,5 Prozent.

Die LLI Leipnik-Lundenburger Investbeteiligungs AG eröffnet in Ungarn die zu diesem Zeitpunkt modernste Mühle Europas.