2006–2010

2006–2010:

2006 wird das Genossenschaftsrecht in Österreich novelliert und dabei an EU-Recht angepasst.

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG erwirbt mit der russischen „Impexbank“ ein starkes Tochterunternehmen.

Die AGRANA steigt in den Fruchtmarkt in Brasilien und China ein und wird damit Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen. In Europa ist die AGRANA Marktführer bei Fruchtsirup.

Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (heute Raiffeisen Bank International RBI) übernimmt gemeinsam mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich die e-Banka in Tschechien. Die RLB NÖ erwirbt einen Anteil von 25 %, die RLB OÖ 24 %.

Die in Schieflage geratene BAWAG wird unter maßgeblicher Beteiligung der Raiffeisen Bankengruppe Österreich gerettet.

rki2007 kündigt die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien an, mit dem Bereich „Erneuerbare Energie“ ein neues strategisches Geschäftsfeld zu eröffnen. Ende des Jahres nimmt die Raiffeisen Klimaschutz-Initivative ihre Arbeit auf.

Die Quote für den Beimischungszwang von Biotreibstoff zu Benzin wird in Österreich von 2,5 % auf 4,3 % erhöht.

Die Mühlengruppe der LLI Leipnik-Lundenburger Investbeteiligungs AG erwirbt Mühlenunternehmen in Griechenland, Rumänien und Bulgarien und baut damit ihre Marktführungsposition in Europa aus.

Mit der Novellierung des Bankwesengesetzes BWG treten unter dem Schlagwort „Basel II“ auch verschärfte Eigenkapitalvorschriften in Kraft, die der Baseler Ausschuss erarbeitet hatte.

Der Wiener Börsenindex ATX erreicht am 18. Juni einen Höchstwert von 4.945,34 Punkten. Der Kurs der Raiffeisen-International-Aktie schießt weit über EUR 100,– hinaus.

Die in den letzten Jahren boomende Weltwirtschaft wird durch das Platzen der US-Immobilienblase erschüttert.

Am 15. September 2008 meldet die US-Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. Insolvenz an und löst damit eine anhaltende weltweite Wirtschaftskrise aus.
Eine der Folgen des Krisenschocks ist eine Flut von Regulierungen, die vor allem Banken treffen.

Die Wirtschaftskrise in Zentral- und Osteuropa (CEE) wirkt sich auch auf die Ergebnisse der Raiffeisen International Bank-Holding AG (heute Raiffeisen Bank International RBI) aus. Eine notwendige Kapitalerhöhung der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG um 165 Mio. Euro bewältigt die Raiffeisen-Bankengruppe aus eigener Kraft.

Die Quote für den Beimischungszwang von Biotreibstoff zu Benzin wird in Österreich von 4,3 % auf 5,75 % erhöht. In Pischelsdorf nimmt ein Werk der AGRANA zur Erzeugung von Bio-Ethanol zur Treibstoffbeimischung den Betrieb auf.

Der Wiener Börsenindex ATX, der im Juni 2007 den Höchststand von 4.945,34 Punkten erreicht hatte, fällt im Jahr 2009 auf den bisher tiefsten Stand in diesem Jahrtausend von 1.481,37 Punkten.

Die Raiffeisen Zentralbank nimmt 1,75 Mrd. Euro staatliches Partizipationskapital in Anspruch, um Wettbewerbsnachteile zu verhindern. Der Staat kassiert dafür eine Verzinsung von acht Prozent. Weitere 750 Mio. Euro werden von den Eigentümern der RZB, das sind vor allem die Raiffeisenlandesbanken, zur Stärkung des Eigenkapitals aufgebracht. Ziel ist es, die RZB und die Raiffeisen International Bankholding AG für die zunehmend schwierige Lage der Weltwirtschaft zu stärken.

Eine Untersuchung des jeweiligen Markenwertes österreichischer Unternehmen ergibt, dass Raiffeisen die stärkste Bankenmarke des Landes ist. Mit einem Markenwert von mehr als drei Milliarden Euro ist Raiffeisen hinter Red Bull und Swarowski die drittstärkste Marke in Österreich.

Die gesamte weiße Milchproduktepalette des Molkereiunternehmens NÖM wird auf gentechnikfreie Produkte umgestellt.

Die wachsende Staatsschuldenkrise setzt die Weltwirtschaft auch im Jahr 2010 weiter unter Druck.

Um die zunehmend schwierigen Marktbedingungen besser zu meistern, beschließen die Hauptversammlungen von RZB Raiffeisen Zentralbank Österreich AG und Raiffeisen-International Bank-Holding AG die Fusion. Für die RZB ist das der größte Umbau in der Geschichte der 1927 gegründeten Bank. Die Raiffeisen International Bank-Holding AG firmiert künftig als Raiffeisen Bank International (RBI).

Die Raiffeisen Bankengruppe wird in einer Umfrage unter jungen Österreichern als „coolste Bank“ des Landes ermittelt.