Digitale Gewinner

Digitale Gewinner

Seit zehn Jahren vertrauen heimische und internationale Unternehmen auf die IT-Dienstleistungen des steirischen Rechenzentrums von Raiffeisen (RRZ).

Von Hermann B. Hackl

Der Zuwachs an digitalen Daten wird immer beeindruckender. Täglich werden rund 2,5 Trillionen Bytes an neuen Daten generiert – das entspricht einer Datenkapazität von etwa 36 Millionen Tablets. Laut einer Studie des Tech-Giganten Cisco wurden allein in den vergangenen zwei Jahren 90 Prozent des weltweiten Datenvolumens erzeugt. Berechnungen zufolge wird die globale Datensphäre zudem von derzeit 33 Zettabyte bis 2025 auf etwa 175 Zettabyte anwachsen. „Würde man dieses prognostizierte Datenaufkommen auf herkömmliche DVDs brennen und sie stapeln, könnte man damit 23-mal die Entfernung zwischen Mond und Erde zurücklegen. Dieser Wahnsinn an Datenvolumen muss erst einmal beherrscht werden“, betonen Ulfried Paier und Dietmar Schlar, die Geschäftsführer des Raiffeisen Rechenzentrums (RRZ) in Raaba-Grambach nahe Graz.

Unter anderem aus diesem Grund öffnete vor genau zehn Jahren das RRZ, das bis dahin eines von mehreren klassischen Raiffeisen-Bankrechenzentren war, umfassende IT-Dienstleistungen auch für externe Firmen. „Als international zertifiziertes Bankrechenzentrum eignet sich das RRZ mit seinen skalierbaren IT-Infrastrukturplattformen und Cloud Services bestens für Unternehmen, die sich zukünftig den Herausforderungen der Digitalisierung stellen möchten“, erklärt der für IT zuständige Vorstandsdirektor der Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark, Matthias Heinrich. „Wir sehen uns dabei vor allem als Anbieter zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft.“

RRZ-Geschäftsführer Ulfried Paier, RLB Steiermark Vorstandsdirektor Matthias Heinrich und RRZ-Geschäftsführer Dietmar Schlar sehen sich gerüstet für eine „datensichere“ Zukunft. (c) RLB Steiermark

Drei von vier steirischen Unternehmen sehen in der Digitalisierung vorwiegend Chancen für ihr Geschäft, wie eine Studie von Ernst & Young zeigt – damit ist die Steiermark Vorreiter in Österreich. Heinrich sieht darin einen klaren Zusammenhang mit der europaweit führenden Position bei der Forschungs- und Entwicklungsquote der „Grünen Mark“. Der IT-Vorstand ortet aber auch einen Wermutstropfen, denn die Umsetzung hinkt dem Bewusstsein gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) noch hinterher. Demnach messen 42 Prozent der österreichischen KMUs der Digitalisierung wenig bis keine Relevanz bei und erst ein Zehntel der Gesamtinvestitionen fließt in digitale Vorhaben. Die größten Herausforderungen stellen eine zum Unternehmen passende Digitalisierungs-Strategie, der Kompetenzaufbau bei den Mitarbeitern sowie dafür notwendige Investitionen dar. Für Vorstandsdirektor Heinrich ist es dennoch keineswegs zu spät, digitale Innovationen anzugehen: „Wir sind stolz, mittlerweile über hundert heimische und internationale Unternehmen außerhalb von Raiffeisen in umfassenden IT-Fragen zu begleiten. Unsere Kunden sind keine ‚digital beginners’, sondern zählen längst zu den ‚digital winners’.“

Taten-Bank

An Innovationen und dynamischen Start-ups mangelt es in der Steiermark nicht. Daher hat die RLB gemeinsam mit dem Rechenzentrum ihre Services gebündelt und mit der Taten-Bank eine eigene Marke für Gründer und junge Unternehmen geschaffen. Das Angebot reicht vom Gründerkonto über Risikokapital bis hin zur IT-Unterstützung. „Wenn wir es schaffen an die agile Gründerszene anzudocken, transformieren wir automatisch auch unser Unternehmen. Wir lernen, wie junge Top-Player denken und welche innovativen Werkzeuge sie verwenden, das ist unser Benefit dabei“, ist RRZ-Geschäftsführer Paier überzeugt.

Auf der digitalen Agenda der heimischen KMUs stehen derzeit hingegen noch eher klassische IT-Themen. An erster Stelle steht bei 1.700 im Zuge einer Studie befragten heimischen Unternehmen mit 42 Prozent der eigene Webauftritt. Danach folgt die Datensicherung mit 39 Prozent und Internet Banking mit 37 Prozent. Weniger als ein Viertel der Unternehmen beschäftigen sich hingegen mit Cloud-Services und lediglich acht Prozent mit einer möglichen Auslagerung der eigenen IT an Dritte. „Aktuell arbeiten Unternehmen stark damit, wie IT die Kundenkommunikation verbessern und interne Abläufe effizienter gestalten kann. Das ist wichtige Basisarbeit, doch künftig liegen die größten Potenziale in der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen“, erklärt Paier. „Themen wie Künstliche Intelligenz, Datenanalysen und -austausch, Cloud-Services, aber auch Datensicherheit werden die Themen der Zukunft sein, damit die heimische Wirtschaft auch digital wettbewerbsfähig bleibt.“ Seitens der RRZ sei man überzeugt, dass immer mehr Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Vorhaben auf Kooperationen und externe Partner setzen werden. Gründe dafür seien rasant steigende Datenmengen und gleichzeitig zunehmende digitale Bedrohungen – Stichwort Cybercrime. Gerade für KMUs stellen sich dann Fragen, wie etwa die eigene IT diesen Anforderungen gerecht werden kann und die IT-Kompetenz bei den Mitarbeitern ausgebaut werden soll. „Wir sehen uns als regionaler Digitalisierungspartner der heimischen Wirtschaft und unterstützen durch höchste Sicherheit und Verfügbarkeit auf Grundlage österreichischer Rechtsnormen und sind persönlich für unsere Kunden da“, unterstreicht Schlar dabei die besondere Stellung des RRZ.

„10 years of performance“

Unter diesem stimmigen Motto feierte das Rechenzentrum gemeinsam mit seinen Kunden das runde Jubiläum. Als Analogie zum digitalen Erfolg bot das Kundenevent ausgewählte Motorräder der Extraklasse. „Wer ein Motorradrennen auf höchstem Niveau gewinnen will, braucht leistungsfähige Technik, Innovationslust und Agilität, Sicherheit und die unverzichtbaren menschlichen Qualitäten des Fahrers sowie des gesamten Teams. Genau mit dieser hohen Performance wollen wir auch in Zukunft unsere Kunden betreuen“, sind sich Heinrich, Paier und Schlar einig.

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