„Vorsorgen ist mehr als nur veranlagen“

„Vorsorgen ist mehr als nur veranlagen“

Die Raiffeisen Versicherung bringt die fondsgebundene Lebensversicherung in die Breite. Kärnten und das Burgenland starten in den Vorsorgeherbst.

Von Elisabeth Hell

Klaus Pekarek, Rudolf Könighofer und Rainer Schnabl reagieren mit einer neuen Produktgeneration auf das steigende Bedürfnis, privat ergänzend für die Pension vorzusorgen. (c) RLB Burgenland

Das Pensionssystem, wie es heute dasteht, stößt an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Die erste Säule – die staatliche Pension – wird zunehmend zu einer Grundsicherung. Wer seinen Lebensstandard in der Pension erhalten will, der muss privat vorsorgen. „Pensionsvorsorge ist eines der ganz großen Zukunftsthemen“, erkennt Uniqa Österreich Vorstand Klaus Pekarek, verantwortlich für den Bankenvertrieb und die Marke Raiffeisen Versicherung. Mit der fondsgebundenen Lebensversicherung bietet die Raiffeisen Versicherung ein neues Produkt, mit dem die drohende Pensionslücke geschlossen werden kann.
Welche Relevanz das Thema Pensionsvorsorge innerhalb der Bevölkerung hat, dazu hat die Raiffeisen Versicherung im Vorfeld der Produktentwicklung eine Umfrage durchgeführt. Demnach zählen in Österreich die finanziellen Sorgen zu den mit Abstand größten Zukunftsängsten, gefolgt von Krankheit und unzureichender Pension. Doch obwohl sich 77 Prozent vor finanziellen Engpässen fürchten, zeigen nur 38 Prozent der Befragten auch die Bereitschaft privat vorzusorgen.
Während jeder zweite Tiroler und Vorarlberger bereit ist, privat vorzusorgen, ist es im Burgenland nur jeder Dritte. „Das hat vielleicht damit zu tun, dass die Burgenländer generell weniger Zukunftsängste haben“, analysiert Rudolf Könighofer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Burgenland. Mit dem Start in den Vorsorgeherbst wollen die Raiffeisenbanken nun mehr für das Thema sensibilisieren. „Wir sind Vorsorgemanager und wollen uns nach dreißig Jahren Beziehung zum Kunden keine Vorwürfe anhören müssen“, begründet Könighofer. Deshalb werde man nun verstärkt auf die Notwendigkeit der privaten Pensionsvorsorge hinweisen. Und obwohl der Vertriebsschwerpunkt erst so richtig anläuft, ­haben schon mehr als hundert Burgenländer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen.
Ähnlich ist die Ausgangslage auch in Kärnten. Hier sind sich 38 Prozent der Befragten im Klaren darüber, dass private Vorsorge nötig sein wird. Einen Spitzenwert im österreichischen Vergleich erreichen die Kärntner bei der Risikovorsorge. 64 Prozent sorgen bereits gegen Ableben, Berufsunfähigkeit oder Geldmangel im Alter vor, nur in Vorarlberg sind es mehr. „Diese Ergebnisse zeigen uns deutlich, wie klar die Kärntner bereits erkannt haben, dass das staatliche Pensionssystem alleine ihnen nicht den erhofft sorgenfreien Lebensabend garantieren kann“, erläutert Georg Messner, Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank Kärnten. Bereits heute vertrauen rund 90.000 Kärntner bei der Vorsorge auf Raiffeisen. „Wir empfehlen, mehr vom Geldvermögen in langfristige Veranlagungsformen zu investieren“, so Messner und sieht in der fondsgebundenen Lebensversicherung ein ideales Produkt dafür.

Die Kärntner haben bereits klar erkannt, dass das staatliche Pensionssystem alleine ihnen nicht den erhofft sorgenfreien Lebensabend garantieren kann.“ – Georg Messner (c) RLB Kärnten

Innovative Kombination
Für Klaus Pekarek ist klar: „Vorsorgen ist mehr als nur veranlagen. Der beste Vorsorgeplan hilft nichts, wenn existenzgefährdende Risiken schlagend werden.“ Die neue Produktgeneration wird beiden Ansprüchen genau gerecht. Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung gibt es eine Ansparphase, in der Geld für die Pension in Fonds investiert wird. In dieser Phase kann man sich gegen Risiken wie Ableben, Berufsunfähigkeit oder schwere Erkrankung versichern. In der Auszahlungsphase besteht dann das schöne Risiko der Langlebigkeit. Eine lebenslange Pension können deshalb nur Versicherungen garantieren.
Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch der Wunsch nach einer lebenslangen Rente. Die Umfrage zeigt, dass es für jeden zweiten Österreicher sehr wichtig ist, die privat abgeschlossene Pension ein Leben lang zu bekommen. Als goldene Regel gilt: Je früher man mit dem Ansparen beginnt, desto höher wird die Pension sein, weil man sich die aktuellen Sterbetafeln sichern kann.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen einer Lebensversicherung und einem klassischen Ansparprodukt ist der Steuervorteil, weil sich über die Jahre die Versicherungssteuer weniger stark niederschlägt als die Kapitalertragsteuer. „Wir wenden uns mit der fondsgebundenen Lebensversicherung an den ertragsorientierten Anleger, der Sicherheit sucht und steuerlich optimieren will“, fasst Pekarek kurz zusammen.

Krisenerprobt
Statistiken zeigen, dass gerade bei langfristiger Veranlagung die Aktienmärkte höhere Renditen bieten als viele andere Geldanlagen. Die fondsgebundene Lebensversicherung stützt sich auf krisenerprobte Fonds aus den Raiffeisen-Fondsgesellschaften. „In den vergangenen 20 Jahren haben die Fonds solide und nachhaltig performt. An der Wertentwicklung von durchschnittlich vier Prozent pro Jahr – wie beispielsweise in der Ausgestaltung ‚Ertrag’ –  zeigt sich die hohe Qualität der Produkte“, verdeutlicht Rainer Schnabl, CEO der Raiff­eisen KAG, und ergänzt: „Qualität ist der Basisbaustein und die Performance lässt Grundvertrauen entstehen.“
Die Veranlagung der Raiffeisen-Dachfonds beruht auf einer breiten Streuung von Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und Schwellenländern. Durch die Auswahl des passenden Fonds – mit Hilfe des Bankberaters – kann das Risiko genau auf die Investitionsstrategie und Lebensphase abgestimmt werden. Die Palette reicht von einem Aktienfonds, der deutlich riskanter ist, bis hin zu gemischten Fondsprodukten, die hinsichtlich ihrer Risikoorientierung auf Wachstum, Ertrag und Sicherheit ausgelegt sind. Um sich vor kurzfristigen Kapitalmarktturbulenzen kurz vor Pensionsantritt zu schützen, wird auch ein Fondsablaufmanagement angeboten, dabei wird die Aktienquote sukzessive zurückgefahren.

Posted in: