Werte bewusst verankern

Werte bewusst verankern

Die Raiffeisen Regionalbank Mödling schärft das Werte-Bewusstsein ihrer Mitarbeiter.

Von Alexander Blach

Bank, Landwirtschaft, Lagerhaus, Mafia, nicht die Billigsten, Sumsi, Hermann Maier, regional und überall – das sind einige der Schlagwörter, die Mitarbeiter der RRB Mödling in ihrem Bekanntenkreis über Raiff-eisen gesammelt haben. Es zeigt sich, das Bild von Raiffeisen ist nicht so eindeutig positiv, wie es erwartet wurde. Als Botschafter der Raiffeisen-Idee können die Mitarbeiter allerdings das Image positiv beeinflussen. Damit das gelingen kann, müssen sie sich permanent selbst mit den Werten und Haltungen von Raiffeisen auseinandersetzen. Das Jubiläumsjahr – Friedrich Wilhelm Raiffeisen feiert seinen 200. und die RRB Mödling ihren 120. Geburtstag – bietet dafür einen passenden Rahmen. Im Zuge der „Bewusst: Raiffeisen.“-Workshops – konzeptioniert vom Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV) und geleitet von Andreas Thürnbeck – konnten Mitarbeiter der RRB Mödling ihr Wissen zu Unternehmenskultur und -werten auffrischen.
„Die Rahmenbedingungen ändern sich sehr schnell, aber unsere genossenschaftlichen Werte bleiben gleich. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, das macht uns aus und macht uns stark. Deshalb ist es wichtig, dieses Thema tief in uns zu verankern, um unsere Kunden nicht nur zufriedenzustellen, sondern auch begeistern zu können“, sagt Geschäftsleiter Stefan Jauk. Der Workshop wurde an sieben Terminen angeboten und im Raiffeisen Forum Mödling abgehalten. „Unsere Workshops sind jedes Mal mit 25 Mitarbeitern sehr gut besucht. Das ist ein schönes Zeichen“, freut sich Ursula Küssel, Bereichsleiterin Personal.

Der Mitarbeiter-Workshop ist Teil der „Bewusst: Raiffeisen.“-Initiative. Mehr Informationen auf www.raiffeisenverband.at (c) Andreas Thürnbeck

Auch der ehemalige Geschäftsleiter der RRB Mödling, Alois Zach, aktuell zuständig für innovative Genossenschaftsentwicklung, unterstreicht, dass feste Wurzeln jedem Sturm trotzen können. „Bei uns steht der Mensch im Vordergrund, handfester Beweis ist das Kopfstimmrecht in der Generalversammlung. Jeder hat eine Stimme, egal wie viele Anteile er hat“, erinnert er. Dazu kommen die Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. In diesem Zusammenhang spiele auch die Subsidiarität eine große Rolle, dabei gilt: „Die größere Einheit soll die kleinere unterstützen und nicht beherrschen“, erklärt Zach.
„Das Miteinander und Füreinander müsse ebenso gelebt werden und zeigt sich insbesondere in der Förderung von rund 150 regionaler Vereine und Initiativen. Aber auch nach innen, unter den Mitarbeitern, soll das Zusammengehörigkeitsgefühl immerfort gestärkt werden. So fuhren beispielsweise 80 Mitarbeiter – im selben Outfit – in die RLB NÖ-Wien, um die Trophäe für die beste Vertriebs-Raiffeisenbank Niederösterreichs im Jahr 2017 entgegenzunehmen. Genauso fördern aber auch die „Bewusst: Raiffeisen.“-Workshops den inneren Zusammenhalt. „Durch die intensive unternehmensübergreifende Zusammenarbeit im Workshop entstanden viele neue Ideen und gemeinsame Zukunftsbilder der Bank“, so Jauk. Abschließend wurden von den Teilnehmern klare Handlungsanweisungen definiert, die dabei helfen sollen, die Raiffeisen-Wertewelt stärker bei sich und in ihrem Umfeld zu verankern. Die Vorschläge gingen von einheitlichem Auftreten und Filialkonzepten über die Anpassung des Produktkatalogs bis hin zu Autoaufklebern.
Neben den Mitarbeitern wurde auch den Regionalräten der RRB Mödling im Frühling 2018 die Möglichkeit gegeben, sich näher über Raiffeisen Österreich und die Wertewelt zu informieren.

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