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OTS0151 5 WI 0417 RAV0001 CI; Mi, 22.Sep 2021
Finanzen und Dienstleistungen/Klima/Steuern/Banken/Politik
 

Mit Steuerreform aus der Krise herausinvestieren

Senkung der Abgabenquote und glaubwürdige Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels sind die beiden entscheidenden Forderungen für die angekündigte Steuerreform. 

Wien (OTS)

  • Senkung der Abgabenquote gefordert
  • Nachhaltige Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels setzen
  • Mit Investitionen Weg aus Corona-Krise ebnen

„Die Corona-Pandemie hat in Österreich zu einem deutlichen Wirtschaftseinbruch geführt. Jetzt braucht es eine investitionsgetriebene Wachstumsstrategie. Wir müssen uns im wahrsten Sinn des Wortes aus der Krise herausinvestieren“, postulierte heute Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbands (ÖRV). Eine Senkung der Abgabenquote und glaubwürdige Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels sind daher die beiden entscheidenden Forderungen für die angekündigte Steuerreform.

Abgabenquote senken

Zur Ankurbelung der Konjunktur muss es in der angekündigten Steuerreform jedenfalls eine Senkung der Abgabenquote geben. Bekanntlich hat Österreich eine der höchsten Abgabenquoten in der Europäischen Union. Viele europäische Staaten fördern Firmenansiedlungen dank niedriger Körperschaftssteuern. „Österreich sollte daher den KÖSt-Steuersatz deutlich reduzieren, um im europäischen Vergleich und im Verhältnis zu den Nachbarstaaten wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Pangl. Bei der Einkommenssteuer muss gleichzeitig eine Entlastung bei den Progressionsstufen zu mehr Netto vom Brutto führen. „Die Steuerreform wird zur echten Chance für Veränderung und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich auf seinem Weg aus der Krise. Denn nur eine starke Wirtschaft ist Garant für Wohlstand und soziale Sicherheit.“

In einem weiteren Schritt muss die Steuerreform auch ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen enthalten. Darin müssen sowohl die Abschaffung der steuerlichen Diskriminierung von Eigenkapital als auch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für Risiko- und Eigenkapital enthalten sein.

Bekämpfung des Klimawandels

Für die Erreichung der Klimaschutzziele ist das Steuerrecht auf ein Anreizsystem auszurichten, das klimaschutzrelevante und nachhaltige Maßnahmen von Unternehmen und Bevölkerung intensiviert. So sollte vor allem der Ausbau von erneuerbaren Energien und Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz gefördert werden. Dabei ist etwa an die Begünstigung energieeffizienter Gebäude- und Wohnraumsanierung zu denken. Saubere Mobilität könnte sehr einfach durch Förderung von Biotreibstoffen erreicht werden. Die Finanzierung von klimafreundlichen Investitionen sollte durch eine steuerliche Förderung von grünen Investitionen erleichtert werden. Nach dem durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftseinbruch sind jetzt mutige Weichenstellungen für ein Comeback der Wirtschaft in unserem Land notwendig. Die anstehende Steuerreform wird daran ebenso zu messen sein wie notwendige Schritte zur nachhaltigen Bekämpfung des Klimawandels. Im Regierungsprogramm sind diese Punkte bereits enthalten und sollten jetzt zur Stützung des Aufschwungs rasch umgesetzt werden. „Neue Steuern wären hingegen Gift für die Wirtschaft und ein Hemmnis für den Aufschwung“, warnte Pangl abschließend.

 

Rückfragen & Kontakt:

Gregor Bitschnau
Pressesprecher 
Österreichischer Raiffeisenverband
gregor.bitschnau@raiffeiesenmedia.at
+43/676/571 22 72

OTS0022 5 WI 0312 RAV0001 CI
Umwelt/Klima/Bundesregierung/Energiequellen/Wirtschaft und Finanzen

ÖRV begrüßt EAG-Beschluss als „wegweisende Einigung“

Gesetz bietet Potenzial für die Finanzierung von attraktiven Projekten und für  Genossenschaftsgründungen.

Wien (OTS) - Nach jahrelangen Verhandlungen ist mit dem Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) ein energiepolitischer Meilenstein gelungen. So soll der Gesamtstromverbrauch ab dem Jahr 2030 zu 100 Prozent national bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden, indem Photovoltaik, Wind, Kleinwasserkraft und Biomasse um 27 Terrawattstunden ausgebaut werden. „Als Österreichischer Raiffeisenverband begrüßen wir diese wegweisende Einigung, wenngleich in einzelnen Bereichen, wie beispielsweise der Biomasse, noch Luft nach oben gewesen wäre“, so der Leiter der Abteilung für Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen im Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV), DI Josef Plank. 

Für den Photovoltaik-Ausbau ergibt sich dabei das größte Potenzial, gefolgt vom Ausbau der Windkraft. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit von Agrar-Photovoltaik-Systemen, bei denen auf Flächen gleichzeitig landwirtschaftliche Bewirtschaftung und Energieproduktion ermöglicht werden soll. Im Bereich der Biomasse konnte der Anlagenbestand auf Basis fester Biomasse zum großen Teil abgesichert werden und die Investitionsförderung für Kleinstanlagen etabliert werden. Mit dem Beschluss dieses Gesetzes wurde auch die Möglichkeit zur Gründung von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften geschaffen, bei denen sich Bürger, Gemeinden und Kleinunternehmen zusammenschließen, gemeinschaftlich Strom produzieren und diesen dann untereinander handeln, verkaufen und aufteilen. „Das bietet enormes Potenzial für Genossenschaftsgründungen. Als Österreichischer Raiffeisenverband stehen wir hier als kompetenter Partner zur Verfügung“, unterstreicht Plank. 

Damit es zur raschen Umsetzung von Projekten und damit zu einer Erreichung der Zielsetzungen kommt, bedarf es auch verlässlicher Rahmenbedingungen im Stromsystem wie einer zukunftsfitten Netz- und Speicherinfrastruktur und der Akzeptanz von Energieanlagen in den Regionen. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energieträger wird auch das Thema der Finanzierung erneuerbarer Anlagen für den Finanzsektor von immer größerer Bedeutung werden. „Durch dieses Gesetz wird nicht nur ein entscheidender Schritt in der Energiewende gesetzt. Es werden damit auch Arbeitsplätze geschaffen, ländliche Regionen gestärkt und Geldflüsse in die nachhaltige Richtung gelenkt“, so Plank abschließend.

~ Rückfragehinweis:
Österreichischer Raiffeisenverband
Mag. Edith Unger
Tel.: +43 1 90664-2580
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OTS0062 5 WI 0441 RAV0001 CI
Schulen/Steiermark/Oberösterreich/Bildung

Am Ende des Corona-bedingten Ausnahme-Schuljahres 2020/21 ist es gelungen, die ersten beiden Schülergenossenschaften in Österreich zu gründen.

Wien (OTS) - Was es bisher ausschließlich in Deutschland gab, hat nun auch in Österreich seinen Anfang genommen: Unter dem Motto „Genossenschaft macht Schule" haben Schüler der Försterschule Bruck/Mur in der Steiermark und Schüler der HLBLA St. Florian in Oberösterreich jeweils eine der Realität so echt wie möglich nachempfundene Schülerinnen- und Schülergenossenschaft gegründet, um so kooperatives Wirtschaften in der Praxis zu erlernen. Beide Schülergenossenschaften – also von Schülern eigenverantwortlich geführte Schülerunternehmen in Form einer nachempfundenen Genossenschaft – gehen auf ein vom Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV) initiiertes Pilot-Projekt zurück, das gemeinsam mit den zuständigen Ministerien für Bildung und für Landwirtschaft sowie dem Österreichischen Genossenschaftsverband Schulze-Delitzsch (ÖGV) sowie dem Wohnbauverband (GBV) entwickelt wurde. Als Unterstützer und Praxisbezug mit an Bord sind jeweils echte Partnergenossenschaften aus der Region sowie für die Gründungsbegleitung und die jährliche Revision der Schülergenossenschaft der jeweilige Landesrevisionsverband. 

Derzeit gibt es an österreichischen Schulen bereits 850 Übungsfirmen und 350 sog. Junior Companies. Mit den Schülergenossenschaften kommt nun eine neue Form dazu, die Bildungsminister Heinz Faßmann sogar als „Königsdisziplin der Schülerfirmen“ bezeichnet, weil in ihnen auf viele wichtige Aspekte Bedacht genommen werde, „wie etwa auf nachhaltiges Wirtschaften in der Region, Finanzbildung, die vier Ks der 21st Century Skills – Kritisches Denken, Kreativität, Kooperation und Kommunikation – und auf effektives Projektmanagement“, so der Minister, der Genossenschaften insgesamt als „Rechtsform der Zukunft“ sieht. 

Für die Pilotphase wurden vier Schulen in Österreich ausgewählt – neben der Försterschule Bruck und der HLBLA St. Florian sind das die Praxis-HAK in Völkermarkt und das Josephinum in Wieselburg, wo die Gründungsversammlungen jeweils im Herbst 2021 geplant sind. Alle Schülergenossenschaften agieren unter dem bundesweiten Dach „Genossenschaft macht Schule – Kooperativ wirtschaften lernen“. Sie werben klassen- und jahrgangsübergreifend um Mitglieder, entwickeln eigene Geschäftsideen, erarbeiten Satzungsbestimmungen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe, verfassen Businesspläne und wählen ihre Vorstände und Aufsichtsräte. Und Schülergenossenschaften haben auch einen echten Geschäftsbetrieb: Die von den Jugendlichen entwickelten Projekte oder Dienstleistungen werden in einem definierten Rahmen schulintern und teils auch darüber hinaus vertrieben. So haben die Schüler der Försterschule als Geschäftszweck den Einkauf und Vertrieb von Funktionsbekleidung für den Schulbetrieb definiert, die Schüler aus St. Florian widmen sich der Tierhaltung und werden künftig nicht nur die Schuljause betreuen, sondern zudem mit einem mobilen Hühnerstall die Versorgung mit Eiern sicherstellen. 

In Deutschland haben sich seit Grundung der ersten Schulergenossenschaft 2006 in Niedersachsen annahernd 200 weitere in mehreren Bundeslandern etabliert. Ihre Geschaftsfelder reichen von Schulverpflegung uber haushaltsnahe Dienstleistungen bis hin zu IT-Services, Event-Management und Projekten im Bereich Umwelt und Energie. 

 

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OTS0062 2021-07-08/09:30
080930 Jul 21
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OTS0099 5 WI 0341 RAV0001 WA Mi, 24.Jun 2020
Finanzen und Dienstleistungen/Banken/EU/Raiffeisen/Unternehmen

Pangl: „Gerade Österreich mit seiner kleinstrukturierten Wirtschaft wird von diesen Maßnahmen profitieren“

Wien (OTS) – Über einen „großen Erfolg in Brüssel“ freut sich der Österreichische Raiffeisenverband: Im Zuge eines Eilverfahrens haben
sich die EU-Kommission, der Rat und das Europäische Parlament auf ein Maßnahmenpaket zur Anpassung der Eigenkapitalverordnung CRR („CRR Quick Fix COVID-19“) geeinigt. Dieses Paket bringt den Banken in Österreich „eine gewaltige Entlastung“ bei der Eigenmittelunterlegung. Mit dem beschlossenen Gesetzespaket wollen die EU-Institutionen sicherstellen, dass Kreditinstitute ihr Kapital dort einsetzen können, wo es am dringendsten benötigt wird: bei der Kreditvergabe.

Deshalb wird die Eigenkapitalverordnung CRR in einigen wenigen Bestimmungen adaptiert, um Eigenmittel für die zusätzliche Kreditvergabe frei zu machen. Die für die Banken bei weitem bedeutendste Änderung ist die Erweiterung des sogenannten „KMU-Faktors“. Dieser eigenmittelbegünstigende Faktor für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Höhe von 76 Prozent darf aktuell nur bis zu einem Kreditbetrag von 1,5 Mio. Euro angewendet werden.

Ab Ende Juni 2020 wird diese Vergünstigung auf Kredite bis zu 2,5 Mio. Euro ausgeweitet. „Die EU hat dieses Maßnahmenpaket binnen weniger Wochen auf die Beine gestellt. Die Erleichterungen bei KMU-Krediten sind ein wichtiger Schritt für die Finanzierung der Unternehmen in der Krise.

Gerade Österreich mit seiner kleinstrukturierten Wirtschaft wird von diesen Maßnahmen profitieren“, sagte Andreas Pangl, der sich auch gleichzeitig bei Othmar Karas, dem Verhandlungsführer der Europäischen Volkspartei und Vizepräsidenten des EU-Parlaments, für dessen unermüdlichen Einsatz bedankte.

Auch über einen Kreditbetrag von 2,5 Mio € werden neue Risikogewichte (RWA) in Höhe von 85 Prozent anstatt der bisherigen 100 Prozent eingeführt. Auch diese Maßnahme bringt eine weitere Entlastung. „Die Ausweitung des KMU-Faktors unterstützt die Raiffeisenbanken mehr als alle anderen Maßnahmen. Dadurch können noch mehr Kredite an die heimischen Unternehmen vergeben werden“, freut sich auch Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken, der die Verhandlungen begleitet hat.

Das Maßnahmenpaket wurde letzte Woche vom EU-Parlament beschlossen und wird heute, Mittwoch, vom Rat angenommen. Es soll noch Ende Juni 2020 in Kraft treten.
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OTS0099 2020-06-24/11:25
241125 Jun 20
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OTS0194 5 WI 0172 RAV0001 II Mi, 29.Apr 2020
Finanzen/Konjunktur/Wirtschaft und Finanzen/Bundesregierung

Pangl: „Hochfahren der Wirtschaft dazu nutzen, Wirtschaftsstandort innovationsfreudiger zu machen“.

Wien (OTS) – Der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Andreas Pangl, begrüßt die heute von der österreichischen Bundesregierung angekündigten Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft.

„Der pandemiebedingte Shutdown hat die Wirtschaft in ein Notlauf-Programm gesetzt, aus diesem muss sie jetzt wieder hochgefahren werden. Dieses Hochfahren sollte genutzt werden, den Wirtschaftsstandort Österreich innovationsfreudiger machen“, unterstreicht Pangl die Notwendigkeit, die österreichische Wirtschaft zukunftsfit zu machen. „Der Schlüssel dazu werden Investitionen in Geschäftsmodelle und Technologien sein, die auf digitale Transformation und klimaschonende Infrastruktur setzen“, begrüßt Pangl das Programm der Bundesregierung.

„Die Krise hat uns aber auch für die internationalen Zusammenhänge und Abhängigkeiten sensibilisiert. Daher muss die regionale Wirtschaft gestärkt und als Zukunftschance begriffen werden“, fordert Pangl. Auch dem Modell der Genossenschaft werde dabei eine wachsende Bedeutung zukommen. Immerhin liege nachhaltiges, an den Menschen einer Region orientiertes Wirtschaften seit jeher in der DNA von Genossenschaften.

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OTS0194 2020-04-29/15:19

291519 Apr 20
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OTS0030 5 WI 0493 RAV0001 II Fr, 20. Dez 2019
EU / Umwelt / Klima / Raiffeisen

Pangl: „Genossenschaften haben Nachhaltigkeit in ihrer DNA“

Wien (OTS) – Eine erste Bewertung von Experten des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) zeigt, dass die im sogenannten „Green Deal“ enthaltenen Vorschläge der EU-Kommission für eine Umschichtung der Investitionen in Forschung, Wissenschaft und Innovation die europäische Wirtschaft zum Vorreiter für „grüne“ Technologien und Geschäftsmodelle machen können. Dazu sind jedoch Planungssicherheit und Investitionsanreize erforderlich. „Das Klima wird nicht durch Verbote und Überregulierung gerettet, sondern durch neue ‚grüne’ Technologien. Hier kann sich Europa als Vorreiter sogar eine Wachstumschance sichern“, unterstreicht dazu ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl. „Genossenschaften haben Nachhaltigkeit in ihrer DNA. Daher liegen im Green Deal durchaus auch Chancen für Raiffeisen, wenngleich jedenfalls Planungs- und Rechtssicherheit gegeben sein müssen“, betont Pangl.

Für Josef Plank, Leiter der Abteilung „Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen“ im ÖRV, ist der Green Deal „ein sehr engagierter ganzheitlicher Ansatz entsprechend der großen Herausforderungen“. Es bestehe damit die Chance, dass Europa nachhaltiges Wirtschaften selbst definiere und nicht wieder hinter anderen nachhinke. Fest stehe aber auch, dass damit ganze Sektoren aufgrund der höheren Transparenz, steigender Auflagen und zunehmender Bürokratie unter Druck kommen werden, merkt Plank durchaus kritisch an.

Im Agrarbereich gilt es die Chancen nachhaltiger und regionaler Land- und Forstwirtschaft zu nutzen. Es sind mehr Klimaschutz, Bodenschutz, die Reduktion von chemischen Pflanzenschutzmitteln und mehr Biodiversität zu erwarten. Die neue Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ soll die gesamte Produktions- und Vermarktungskette umfassen, wobei die Stellung der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette ein wichtiges Thema ist. „Der Ansatz, die darin liegende Chance einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft sowie einer fairen, wohlhabenden Gesellschaft in Europa zum zentralen Thema zu machen, ist enorm wichtig“, unterstreicht Plank. Daher stellen der rasche Ausbau erneuerbarer Energie und einer intelligenten Infrastruktur große Investitionspotenziale dar, so Plank.

Auch Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken, sieht die Vorschläge der EU-Kommission in erster Linie als Chance, die europäischen Unternehmen zu Vorreitern für grüne Technologien und Geschäftsmodelle zu machen. Eine derart umfassende Umgestaltung der gesamten europäischen Wirtschaft könne aber nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung der öffentlichen Hand, der Wirtschaft und der Finanzbranche gelingen, so Rehulka. Um diese Investitionsvolumina zu erhalten, seien daher dringend Investitionsanreize, marktfähige grüne Produkte und Geschäftsmodelle, die durch Investitionen in Forschung, Wissenschaft und Innovation geschaffen werden können, nötig.

Für Banken könnten Eigenkapitalreduktionen bei der Vergabe grüner Kredite angedacht werden. Darüber hinaus werden Finanzierungen über den Kapitalmarkt und Beteiligungskapital (Venture Capital) von immenser Bedeutung für die Entwicklung grüner Geschäftsmodelle darstellen. Hier werde es dringend erforderlich sein, Banken oder anderen Investoren keine Steine in den Weg zu legen. Daher sollte die EU auch darauf achten, dass die Eigenkapitalunterlegung für Unternehmensbeteiligungen nicht erhöht werde, wie in Basel IV vorgesehen, unterstreicht Rehulka.

„Trotz des grünen Gebots der Stunde muss aber darauf geachtet werden, dass keine übermäßige Bürokratie auf kleine Genossenschaftsbanken und kleine und mittlere Betriebe zukommt“, warnt Rehulka davor, dass Banken bei der Finanzierung dieser Investitionen unangemessen belastet werden.

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Mag. Edith Unger
Österreichischer Raiffeisenverband
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OTS0144 5 WI 0448 RAV0001 Di, 03.Dez 2019
EU / Banken / Agrar / Raiffeisen / Wirtschaft und Finanzen

Karas: „Regionalbanken und KMU sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und müssen weiter gestärkt werden“

Wien/Brüssel (OTS) – Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) hat heute, Dienstag, bei einer Veranstaltung im EU-Parlament ausgewählten Abgeordneten seine Prioritäten für die neue EU-Legislaturperiode für die nächsten fünf Jahre präsentiert. Dabei setzte sich der Verband branchenübergreifend für verhältnismäßige Regeln ein, die insbesondere die Bedeutung für die Regionen im Auge behalten.

„Österreich mit seiner kleinstrukturierten Wirtschaft lebt von den Regionen. Die Raiffeisenbanken und unser erfolgreicher Agrarsektor sind die Nahversorger für die Regionen. Daher werden wir uns auch weiterhin für Regionalbanken und landwirtschaftliche Betriebe in der Region einsetzen“, betonten Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken, und Josef Plank, Leiter der Abteilung „Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen“ im ÖRV, bei einem Arbeitsfrühstück mit Otmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, und den beiden EU-Abgeordneten Simone Schmiedtbauer und Alexander Bernhuber.

„Es ist wichtig, dass wir Regionalbanken und kleinere und mittlere Unternehmen in Europa weiter stärken. Sie sind bedeutende Impulsgeber für die Regionen und Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Die Vielfalt in Europas Bankenlandschaft trägt zur Finanzstabilität bei, schafft Arbeitsplätze und Wachstum. Daher freut es mich besonders, dass wir heute im Europäischen Parlament gemeinsam mit dem Österreichischen Raiffeisenverband die wesentlichen Chancen und Herausforderungen der neuen Legislaturperiode branchenübergreifend diskutiert haben“, sagte Karas.

Für die Raiffeisenbanken unterstrich der ÖRV seine Forderung für eine verhältnismäßige Umsetzung von Basel IV, die nicht zu Lasten von Regionalbanken gehen darf. Die Kernforderungen sind dabei faire Vorgaben für Regionalbanken, die regulatorische Behandlung von Bankbeteiligungen sowie eine möglichst realitätsnahe Umsetzung der neuen Anforderungen für die Kreditvergabe. Ebenso wurden die neuen Regeln für eine grüne Finanzwirtschaft diskutiert. Dabei wurde auf die nachhaltige Rolle der Raiffeisenbanken in ihrer Region hingewiesen, aber auch betont, dass die neuen Regeln nicht zu mehr Bürokratie führen sollen.

Auch die Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik im Rahmen des „Green Deal“ der Europäischen Kommission war Thema bei der Veranstaltung, da diese nicht nur große Auswirkungen für die landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auch für die Agrarmärkte, die Forstwirtschaft, die Investitionen in den Sektor und den Verarbeitungsbereich haben wird. Zu hohe, oft nicht nachvollziehbare und wenig ausgewoge Auflagen können schnell kontraproduktiv sein. Der Österreichische Raiffeisenverband hob dabei die Bioökonomie für den ländlichen Raum, die Entwicklungen infolge der globalen Erwärmung, Biodiversitätsverlust und die Stärkung der Position der Bauern und der Verarbeiter in der Wertschöpfungskette besonders hervor.

„Wir haben im ÖRV als eine der wenigen Institutionen in Europa eine umfassende Expertise im Bank- sowie im land- und forstwirtschaftlichen Bereich. Diese Expertise werden wir künftig verstärkt bei der Ausarbeitung neuer Regeln bei den EU-Institutionen einbringen“, waren sich Rehulka und Plank einig.

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OTS 0158 5 WI 0095 RAV0001 Do, 28. November 2019
Auszeichnung / Raiffeisen / Personalia / Wirtschaft und Finanzen

Wien (OTS) – Im Namen von Bundespräsident Alexander van der Bellen hat die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Maria Patek, an den Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Patek dankte in ihrer Laudatio dem ÖRV nicht nur für die gute Zusammenarbeit mit ihrem Ressort, sondern würdigte den gesamten Raiffeisensektor auch für den wertvollen Beitrag, den dieser in den verschiedensten Bereichen für das Land leistet.

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OTS0102 5 WI 0557 AIM0001 CI Di, 12. November 2019
Agrar / ​Frauen / ​Raiffeisen / ​Soziales /​ Schwarzmann

Österreichische Bäuerinnen und Raiffeisen-Funktionärinnen vernetzen sich

Wien (OTS) – Geballte Frauenpower sorgte für einen regen Gedankenaustausch beim Vernetzungstreffen zwischen Funktionärinnen der ARGE Österreichische Bäuerinnen und des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) heute, Dienstag, in Wien. „Das Business-Netzwerk hilft den Frauen, gezielt Kontakte zu knüpfen und sich Ideen und Unterstützung in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu holen. Beeindruckende Frauen aus ganz Österreich, jeden Alters und mit den unterschiedlichsten Curricula, profitieren von wertvollen Lebenserfahrungen und inspirieren sich gegenseitig. Die Frauen bestärken sich in ihren öffentlichen Funktionen und darin, solche zu übernehmen – ganz im Sinne der ‚Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung in der Land- und Forstwirtschaft‘, die mindestens 30% Frauenanteil in allen land- und forstwirtschaftlichen Entscheidungsgremien und Führungsebenen fordert“, betonte Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, die bei dem Treffen von Elisabeth Hölzl, der stellvertretenden Vorsitzenden der ARGE Österreichische Bäuerinnen, vertreten wurde.

„Networking mit anderen Frauen-Organisationen ist außerordentlich wichtig, um Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu teilen und gemeinsame Aktivitäten zu setzen; daher freuen wir uns über das Vernetzungstreffen des Funktionärinnen-Beirats mit der Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Bäuerinnen, das als Auftakt zum regelmäßigen Austausch und Vernetzen auf Landesebene gelten soll. Stolz sind wir auch auf unser neues Logo, das mit den Anfangsbuchstaben ‚fb‘ nicht nur den Funktionärinnen-Beirat darstellen, sondern auch ‚Frauen bewegen‘ zum Motto machen soll“, unterstrich die Vorsitzende des ÖRV-Funktionärinnen-Beirats, Anita Straßmayr.

Gute Rahmenbedingungen für Bäuerinnen als wichtiges politisches Anliegen

„Die österreichische Land- und Forstwirtschaft ist zu einem erheblichen Anteil weiblich. Ein Drittel der Betriebe wird von Frauen geführt, ein großer Teil wird partnerschaftlich von Mann und Frau gemeinsam organisiert. Österreich liegt damit deutlich über dem EU-Schnitt. Damit das so bleibt und verbessert werden kann, sind die Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft ein wichtiges politisches Anliegen. Das reicht von der Kinderbetreuung über Bildungsangebote am Land bis zur rechtlichen und sozialen Absicherung. Die Frauen sind oftmals nicht nur formal höher ausgebildet, sondern zeigen sich auch Weiterbildungen gegenüber aufgeschlossener und interessierter. Diese Innovationskraft und dieses Potenzial gilt es nicht nur in den Betrieben, sondern auch in den landwirtschaftsnahen Organisationen und Gremien zu nutzen. Die Diversität unter Funktionären und Führungskräften kann die Qualität der Entscheidungen zum Wohle der Landwirtschaft verbessern und ist daher ein wichtiges Anliegen. Das gilt für die Geschlechter ebenso wie für unterschiedliche Altersgruppen, Produktionssparten und Betriebsstrukturen“, führte Ferdinand Lembacher, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich aus.

Raiffeisen-Bankengruppe: 25% Funktionärinnen-Anteil bis 2025 angestrebt

„Seit der Gründung des Funktionärinnen-Beirats im Jahr 2014 ist Frauenpower bei Raiffeisen angesagt und die stärkere Präsenz von Frauen in den Entscheidungsgremien das gemeinsame Anliegen. Damit liegt Raiffeisen im Trend der Zeit. Die Damen des Funktionärinnen-Beirats haben in den letzten fünf Jahren großartige Arbeit geleistet, es wurde unter anderem das Seminar ‚Bessere Entscheidungen durch Diversität in den Gremien‘ erarbeitet, ein Film zum Thema Vielfalt produziert und eine Diversity-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien unter den Raiffeisen-Funktionärinnen durchgeführt. Viel ist seither erreicht worden, aber noch nicht genug. Unter den Kunden und Mitarbeitern sind mehr als 50% Frauen. Bei den Funktionären sind wir von dieser Zahl noch weit entfernt, derzeit verzeichnen wir einen Funktionärinnen-Anteil von 14%. Daher haben wir uns das konkrete Ziel gesetzt, bis 2025 einen Funktionärinnen-Anteil von 25% in der Raiffeisen-Bankengruppe zu erreichen“, ergänzte Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Michaela Glatzl, M.A.
Geschäftsführerin der ARGE Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich
Tel.-Nr.: 01/53441-8517, Mobil: 0676/834418517
E-Mail: m.glatzl@lk-oe.at

Mag. Edith Unger
Österreichischer Raiffeisenverband
Tel.: 01/90664-2580
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OTS0038 5 II 0327 RAV0001 WI Fr. 12. April 2019
Wirtschaft und Finanzen / Steuern / Raiffeisen / Österreich

ÖRV-Generalsekretär Pangl begrüßt die Neuorganisation der Finanzverwaltung

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) über die vom Finanzministerium geplante Neuorganisation der Finanzverwaltung. Nach diesem Konzept sollen an Stelle der 39 Finanzämter mit allgemeinem Aufgabenkreis und des Finanzamts für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel das Finanzamt Österreich und das Finanzamt für Großbetriebe treten. Darüber hinaus sollen die neun Zollämter zu einem zusammengeführt werden und ein Amt für Betrugsbekämpfung geschaffen werden. Die Novelle soll raschere Erledigungen von Anträgen, ein besseres Service für die Steuerzahler und eine Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Finanzverwaltung bringen.

„Viele Finanzminister haben von dieser Reform nur gesprochen. Nunmehr wird eine umfassende Reform der Finanzverwaltung vorgeschlagen, die bürokratische Lasten abbauen und eine effizientere Arbeitsweise sicherstellen soll. Das begrüßen wir ausdrücklich“, sagte dazu der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Andreas Pangl.

Gleichzeitig fordert der ÖRV angesichts der aktuellen Diskussionen von der EZB ein Ende der Strafzinsen für die Einlagen von Banken bei den Notenbanken. Seit Juni 2014 müssen Banken für Einlagen, die sie bei den Notenbanken parken, 0,4 Prozent Strafzinsen bezahlen. Mit dieser Maßnahme wollte die EZB die Kreditvergabe der Banken in der Eurozone ankurbeln. Mittlerweile zeigt sich, dass die Strafzinsen europäische Banken mit mehreren Milliarden Euro jährlich belasten.

„Die EZB muss wieder einen Weg aus ihrem Krisenmodus herausfinden. Gerade Regionalbanken, die nicht auf den Kapitalmarkt ausweichen können, werden durch die Strafzinsen besonders hart getroffen. Es ist höchst an der Zeit, dass die EZB ihre Politik der Strafzinsen beendet“, betonte Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken.

In seiner Sitzung vergangenen Mittwoch hat der EZB-Gouverneursrat über seine weitere Zinspolitik beraten und entschieden, vorerst keine Änderung bei den Strafzinsen und auch nicht bei den Leitzinsen vorzunehmen. Nach der Sitzung hatte EZB-Chef Draghi zumindest eingeräumt, dass die Notenbank die Strafzinsen und ihre Auswirkungen beobachte und man noch Zeit brauche, um sie und ihre Auswirkungen zu bewerten.

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Wertschöpfungsbericht: Die Raiffeisen Bankengruppe als österreichisches Leitunternehmen par excellence

  • Raiffeisen Bankengruppe schafft Mehrwert für Österreich
  • Bruttowertschöpfung von 5,9 Milliarden Euro
  • Beschäftigungseffekt von rund 55.800 Personen
  • Steuer- und Abgabenleistung mehr als 2,3 Milliarden Euro

Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich (RBG) als die größte Bankengruppe des Landes repräsentiert – gemessen an den Krediten – rund 30 Prozent des heimischen Bankwesens. Damit zählt sie zu den Leitunternehmen der österreichischen Volkswirtschaft und ist einzigartig in ihrer Struktur. Um ihre volkswirtschaftlichen Leistungen und den zugehörigen fiskalischen Beitrag darzustellen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Economica Institut für Wirtschaftsforschung unter Leitung von Christian Helmenstein auf Basis der aktuell vorliegenden, geprüften Daten ein ein Update des vielbeachteten Raiffeisen-Wertschöpfungsberichtes erstellt.

„Verantwortungsvolles Wirtschaften, um so nachhaltigen Wert zu schaffen, ist ein Grundprinzip Raiffeisens. Mit dem vorliegenden Bericht stellen wir unseren ökonomischen Fußabdruck transparent dar. Die gesamte Wertschöpfung der Raiffeisen Bankengruppe inklusive aller daraus resultierenden Effekte wurde erhoben“, so Walter Rothensteiner, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, über die Beweggründe für die Erstellung des Wertschöpfungsberichtes.

 

Beschäftigungseffekt entspricht Einwohnerzahl St. Pöltens

Die Raiffeisen Bankengruppe erwirtschaftete demnach 2017 eine totale Bruttowertschöpfung von 5,9 Milliarden Euro. Diese liegt doppelt so hoch wie die direkte Wertschöpfung des Telekommunikationssektors (2,7 Mrd. Euro) oder ungefähr gleichauf mit jener aus der Herstellung von Metallerzeugnissen (5,89 Mrd. Euro). „Jeder 55. in Österreich erwirtschaftete Euro ist somit unmittelbar oder mittelbar der Raiffeisen Bankengruppe zuzuschreiben“, bringt Helmenstein die enorme volkswirtschaftliche Leistung der Raiffeisen Bankengruppe auf den Punkt. Jeder von der RBG erwirtschaftete Euro löst laut Bericht weitere 50 Cent an Wertschöpfung in der österreichischen Volkswirtschaft aus. Der Beitrag zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt beträgt somit insgesamt 1,8 Prozent.

Vor allem die Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten als Maß für die Produktivität habe sich innerhalb der RBG äußerst dynamisch entwickelt. „Im Jahr 2017 wurden pro Beschäftigten in der RBG 162.000 Euro an volkswirtschaftlichem Mehrwert erzeugt“, so der Studienautor. Ein solches hervorragendes Ergebnis sei nur dank der exzellenten Humanressourcen der Raiffeisen Bankengruppe in Verbindung mit substanziellen institutionellen Verbesserungen möglich gewesen.

Das direkte Steuer- und Abgabenaufkommen der RBG in Österreich lag für den Studienzeitraum bei mehr als 1,5 Milliarden Euro. Der gesamte fiskalische Beitrag – also unter Berücksichtigung indirekter und induzierter Effekte – lag bei 2,3 Milliarden Euro.

Per 31.12.2017 waren 25.667 Personen innerhalb der RBG beschäftigt. Durch indirekte Effekte aufgrund von Zulieferbeziehungen und induzierte Effekte, so genannte Einkommenseffekte, entlang der Wertschöpfungskette kommen noch mehr als 30.000 Arbeitsplätze hinzu. „Unser Beschäftigungseffekt liegt insgesamt bei rund 55.800 Personen, was der Einwohnerzahl von St. Pölten entspricht. Jeder 68. Arbeitsplatz in Österreich ist somit der Raiffeisen Bankengruppe zuzuschreiben. Diese Ergebnisse dürfen uns stolz auf den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag der Raiffeisen Bankengruppe in Österreich machen“, unterstreicht Rothensteiner.

Weitere Sektoren profitieren von der Raiffeisen Bankengruppe

„Nachhaltigkeitsmanagement, insbesondere die umfassende Stakeholder-Einbindung, hat bei Raiffeisen einen besonders hohen Stellenwert. Der Wertschöpfungsbericht ist ein wichtiges Instrument im Rahmen der Stakeholder-Dialoge und ermöglicht einen neuen Blickwinkel auf die vielschichtigen Leistungen der Raiffeisen Bankengruppe. Dadurch wird auch sichtbar, welche Effekte in anderen Sektoren über Vorleistungsverflechtungen der Raiffeisen Bankengruppe und durch Konsum- und Investitionsausgaben der Beschäftigten generiert werden“, erläutert Andrea Sihn-Weber, Geschäftsführerin der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative und Projektverantwortliche für den Wertschöpfungsbericht.

Außerordentlich hohe regionale Relevanz

Die regionalwirtschaftliche Analyse der Daten zeigt, dass Raiffeisenbanken periphere Gebiete durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in der Region bedeutend stärken. Die größte Relevanz kommt dabei den Banken in grenznahen, exponierten oder strukturschwachen Gebieten zu und nicht – wie häufig vermutet – jenen in Ballungsräumen. Rund 93 Prozent der Bevölkerung kann in maximal fünf Autominuten eine Raiffeisen-Bankstelle erreichen. Der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes und Mitinitiator des Berichts, Andreas Pangl, sieht den Mehrwert in den Detailanalysen: „Die große Bedeutung der traditionell stark regionalen Verankerung wird jetzt mit Fakten belegt. Als finanzieller Nahversorger übernimmt Raiffeisen in diesen Gebieten zahlreiche Aufgaben, die über das klassische Bankgeschäft hinausgehen. Die Raiffeisen Bankengruppe ist sich ihrer Verantwortung als österreichisches Leitunternehmen und größte Bankengruppe des Landes bewusst und nimmt diese auch wahr.“

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OTS0028 5 WI 0325 RAV0001 Mi, 05.Dez 2018
Wirtschaft und Finanzen / Banken / EU / International

Generalanwalt Rothensteiner begrüßt politische Einigung über Bürokratieabbau für Regionalbanken.

„Bürokratische Entlastung von Regionalbanken ist ein Erfolg für die EU-Ratspräsidentschaft und das EU-Parlament.“

Wien (OTS) – Der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Walter Rothensteiner, zeigt sich erfreut über die politische Einigung von EU-Parlament und EU-Mitgliedstaaten zum Abbau der Bürokratie in der Bankenregulierung. „Wir haben letztes Jahr unsere Initiative „Regional.Stark“ gegen die Überregulierung von Regionalbanken gestartet, die jetzt Wirkung zeigt. Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt, um die tagtägliche Bürokratie für kleinere Raiffeisenbanken zu reduzieren. Das begrüßen wir“, so Rothensteiner.

Erstmals wird in der Bankenregulierung eine Definition kleiner und nicht-komplexer Banken vorgenommen. Für diese Banken soll es künftig Erleichterungen bei Meldepflichten geben ohne aber die Sicherheitsstandards für Kunden abzusenken. Dadurch kommt es zu einer stärkeren Unterscheidung in der Regulierung zwischen internationalen Großbanken und der Bank vor Ort. Ebenso soll die Finanzierung von KMUs weiter gefördert werden.

„Wir wollen nicht mit ein paar wenigen Großbanken in Europa enden. Gerade Österreich mit seiner kleinstrukturierten Wirtschaft mit vielen KMUs und kleinen Regionalbanken hat die Finanzkrise besser überstanden als andere Länder. Daher fordern wir, dass gerade Genossenschaftsbanken in Europa gefördert werden, weil sie das Finanzsystem auch sicherer machen. Insoweit ist die gestrige Einigung ein wichtiges Signal für die künftige Behandlung von Regionalbanken“, sagte der Generalanwalt.

Die Umsetzung der Regulierung trifft kleine Regionalbanken im Verhältnis zu internationalen Großbanken mit wesentlich höheren Kosten. „Es ist erfreulich, dass der Mehrwert von Regionalbanken auch auf der EU-Ebene erstmals  anerkannt wird. Nur so kann langfristig sichergestellt werden, dass neben  mittel und großen Banken auch kleinere Banken in Europa ihren Platz haben.“ sagte Rothensteiner und kündigte gleichzeitig an: „Bei der Umsetzung von Basel IV müssen weitere Schritte für die Entlastung von Regionalbanken folgen“.

In Österreich gibt es rund  400 Raiffeisenbanken. Als Genossenschaftsbanken sind sie unabhängige Banken, die ihren Mitgliedern und der Region verpflichtet sind. Raiffeisenbanken entscheiden unabhängig vor Ort, ob ein Kredit vergeben wird.

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OTS0149 5 WI 0242 RAV0001 II Fr, 12.Okt 2018
Wirtschaft und Finanzen / Banken / Raiffeisen / Justiz / Verbraucher

ÖRV-Pangl zum VfGH-Urteil zu Bankomatentgelten: „Alles andere hätte uns überrascht“

Wien (OTS)-Der österreichische Raiffeisenverband begrüßt das Urteil des Verfassungsgerichtshofs zu den Bankomatentgelten. „Wir sind froh, dass der Verfassungsgerichtshof der Argumentation der Raiffeisenbanken gefolgt ist. Alles andere hätte uns aber auch sehr überrascht“, sagte Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

Kurz vor der Wahl hatte der Nationalrat mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grünen ein Gesetz beschlossen, dass Banken verpflichtet ihren Kunden die Behebungsentgelte bei Drittanbietern (z.B. Euronet) ersetzen zu müssen. Die Banken müssen nach dem Gesetz die Kosten ihrer Kunden übernehmen, obwohl sie weder einen Einfluss darauf haben, ob ihre Kunden bei so einem Bankomaten abheben noch die Höhe der Behebungsentgelte der Drittanbieter mitbestimmen können. ÖVP und NEOS hatten dem Gesetz nicht zugestimmt.

Gemeinsam mit anderen betroffenen Banken wurde eine Klage gegen dieses problematische Gesetz von den Raiffeisenbanken eingebracht. Der Verfassungsgerichtshof hat diese Bestimmung nunmehr als verfassungswidrig aufgehoben, da er einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentumsrecht der Banken sieht.

„Alle Parteien, die dieses Gesetz beschlossen haben, wurden vor der entscheidenden Abstimmung auf die Verfassungswidrigkeit der Bestimmungen von der Kreditwirtschaft hingewiesen. Ein sinnloses Wahlkampfzuckerl, das glücklicherweise vom Verfassungsgerichtshof entsorgt wurde“, freut sich auch Johannes Rehulka, der Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken, der die gemeinsame Klage der Raiffeisenbanken koordiniert hat. Künftig wünscht sich der Raiffeisenverband ein Stillhalteabkommen aller Parteien, das Gesetze, die Unternehmen ungebührlich belasten, vor einer Wahl verhindern soll.

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OTS0028 5 WI 0325 RAV0001 Mi, 05.Dez 2018
Wirtschaft und Finanzen / Banken / EU / International

Generalanwalt Rothensteiner begrüßt politische Einigung über Bürokratieabbau für Regionalbanken.

„Bürokratische Entlastung von Regionalbanken ist ein Erfolg für die EU-Ratspräsidentschaft und das EU-Parlament.“

Wien (OTS) – Der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Walter Rothensteiner, zeigt sich erfreut über die politische Einigung von EU-Parlament und EU-Mitgliedstaaten zum Abbau der Bürokratie in der Bankenregulierung. „Wir haben letztes Jahr unsere Initiative „Regional.Stark“ gegen die Überregulierung von Regionalbanken gestartet, die jetzt Wirkung zeigt. Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt, um die tagtägliche Bürokratie für kleinere Raiffeisenbanken zu reduzieren. Das begrüßen wir“, so Rothensteiner.

Erstmals wird in der Bankenregulierung eine Definition kleiner und nicht-komplexer Banken vorgenommen. Für diese Banken soll es künftig Erleichterungen bei Meldepflichten geben ohne aber die Sicherheitsstandards für Kunden abzusenken. Dadurch kommt es zu einer stärkeren Unterscheidung in der Regulierung zwischen internationalen Großbanken und der Bank vor Ort. Ebenso soll die Finanzierung von KMUs weiter gefördert werden.

„Wir wollen nicht mit ein paar wenigen Großbanken in Europa enden. Gerade Österreich mit seiner kleinstrukturierten Wirtschaft mit vielen KMUs und kleinen Regionalbanken hat die Finanzkrise besser überstanden als andere Länder. Daher fordern wir, dass gerade Genossenschaftsbanken in Europa gefördert werden, weil sie das Finanzsystem auch sicherer machen. Insoweit ist die gestrige Einigung ein wichtiges Signal für die künftige Behandlung von Regionalbanken“, sagte der Generalanwalt.

Die Umsetzung der Regulierung trifft kleine Regionalbanken im Verhältnis zu internationalen Großbanken mit wesentlich höheren Kosten. „Es ist erfreulich, dass der Mehrwert von Regionalbanken auch auf der EU-Ebene erstmals  anerkannt wird. Nur so kann langfristig sichergestellt werden, dass neben  mittel und großen Banken auch kleinere Banken in Europa ihren Platz haben.“ sagte Rothensteiner und kündigte gleichzeitig an: „Bei der Umsetzung von Basel IV müssen weitere Schritte für die Entlastung von Regionalbanken folgen“.

In Österreich gibt es rund  400 Raiffeisenbanken. Als Genossenschaftsbanken sind sie unabhängige Banken, die ihren Mitgliedern und der Region verpflichtet sind. Raiffeisenbanken entscheiden unabhängig vor Ort, ob ein Kredit vergeben wird.

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OTS0083 5 WI 0139 RAV0001 Fr, 15.Jun 2018
Wirtschaft und Finanzen / Raiffeisen / Banken / Arbeitszeit / Innenpolitik

ÖRV-Pangl zum Arbeitszeit-Paket: „Notwendige und faire Modernisierung des Arbeitsrechts“

Wien (OTS) – Der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, begrüßt die Einigung der Regierung zur Umsetzung der schon lange geforderten Arbeitszeitflexibilisierung. Insbesondere die Möglichkeit zur flexiblen Anhebung der Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden und der Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden sowie die Ausnahme von ArbeitnehmerInnen mit selbständiger Entscheidungsbefugnis von den Arbeitszeit- und Arbeitsruhebestimmungen schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen für einen modernen Arbeitsmarkt.

„Damit können die Unternehmen auf gesteigerte Arbeitsanforderungen flexibel reagieren und dadurch Arbeitsplätze absichern. Im Ausgleich können ArbeitnehmerInnen längere Ruhephasen in Anspruch nehmen.“ So werde nun etwa eine 4 Tages-Woche zulässig, die insbesondere für Pendler beträchtliche Vorteile bringt, unterstreicht Pangl. „Es wurde ein ausgewogenes Paket geschnürt, mit dem das Arbeitsrecht endlich den geänderten Bedingungen in den Betrieben gerecht wird.“

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OTS0235 5 WI 0151 RAV0001 Mi, 21.Mär 2018
Banken / Raiffeisen / Bundesregierung / Wirtschaft und Finanzen / Innenpolitik

ÖRV zu Doppelbudget: Hohe Verantwortung für Wirtschaftsstandort

Generalsekretär Pangl begrüßt Abkehr von Schulden- und Belastungspolitik

Wien (OTS) – Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) begrüßt die in der Budgetrede von Finanzminister Hartwig Löger angesprochenen Maßnahmen als „eine Abkehr von der Schulden- und Belastungspolitik der letzten Jahre“. Dieses Doppelbudget sei ein Budget der Veränderung, mit dem neue Wege beschritten werden.

„Die Entlastung zeugt von hoher Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Bundesregierung sichert damit Wachstum und Arbeitsplätze“, sagt der Generalsekretär des ÖRV, Andreas Pangl, in einer ersten Reaktion auf das von Finanzminister Löger heute, Mittwoch, präsentierte Doppelbudget.

Die gute Konjunkturlage werde genutzt, um in Zukunftsbereiche wie Bildung und Forschung zu investieren, ohne dass es bei den Sozialausgaben zu Einsparungen komme, betont Pangl und ist sicher: „Die Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen sowie der Verzicht auf neue Steuern wird die Konjunktur noch weiter ankurbeln.“

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OTS0014 5 WI 0345 RAV0001 WB Mi, 28.Feb 2018
Banken / Wirtschaft und Finanzen / EU / Recht / Finanzen und Dienstleistungen

Raiffeisen-Generalanwalt bei Finanzminister Hartwig Löger

Walter Rothensteiner übergibt Unterschriften und drängt auf Deregulierung bei Kleinbanken

Wien (OTS) – Ein klares gemeinsames Bekenntnis zur Stärkung von Klein- und Regionalbanken legten Finanzminister Hartwig Löger und Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner anlässlich der Übergabe von über 8000 Unterstützungserklärungen für die Initiative „regionalstark.at“ ab: „Sie sind das unverzichtbare Rückgrat einer lebendigen regionalen Wirtschaft im ländlichen Raum und dürfen nicht unter einer bleiernen Decke von Regulierungen erstickt werden.“

Als wäre der Bankensektor nicht ohnehin schon massiv reglementiert, sind allein in den letzten 5 Jahren 14.000 Seiten an zusätzlichen Vorschriften neu hinzugekommen. Vorschriften, von denen gerade die heimischen Klein- und Regionalbanken massiv betroffen sind, ohne dass es für die Finanzmarkstabilität oder die Sicherheit der Kunden einen Unterschied machen würde.

Daher begrüßt Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner ein erstes Umdenken in der Politik: „Diese Entwicklung hat handfeste negative Auswirkungen auf den ländlichen Raum insgesamt. Umso wichtiger, dass die Politik diese Fehlentwicklung nun erkannt hat und dem einen Riegel vorschieben möchte.“ In diesem Sinne wertete es Rothensteiner als Erfolg, dass man im Regierungsübereinkommen wesentliche Forderungen der Regionalbanken-Initiative „regionalstark.at“ aufgegriffen hätte. Nun sei dieses Bekenntnis zu weniger Regulierung, der Rücknahme von Golden-Plating sowie Proportionalität allerdings auch mit Leben zu füllen, drängte Rothensteiner in Richtung Umsetzung.

„Weniger ist oft mehr. Regulierung muss mit Maß und Ziel ausgestaltet und auf die richtigen Zielgruppen anwendbar sein. Insbesondere bei den regional verankerten Banken, dessen Geschäft auf den täglichen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ausgerichtet ist, orte ich eine überschießende Regulierung ohne erwünschten Effekt. Im Rahmen des Regierungsprogramms werde ich daher klare Akzente für eine Verbesserung der Proportionalität bei der Regulierung von Regionalbanken setzen. Mit voller Intensität werden wir daran arbeiten, um für kleine und regionale Banken organisatorische Erleichterungen zu erreichen“, unterstrich Finanzminister Löger das gemeinsame Vorhaben.

Die durchschnittlichen Regulierungskosten liegen bei kleinen Regionalbanken um ein Vielfaches höher als bei größeren Banken. Regulatorische Themen binden inzwischen einen erheblichen Anteil der Arbeitszeit des Geschäftsleiters in kleineren Regionalbanken. Gerade bei den kleinsten Banken verbringt der Geschäftsleiter inzwischen mehr als die Hälfte seiner Zeit mit Bürokratie.

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OTS0020 5 WI 0270 RAV0001 II Mo, 18.Dez 2017
Regierung / ÖVP / FPÖ / Wirschaft / Raiffeisen

ÖRV zu Regierungsprogramm – Richtige Impulse zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes

ÖRV-Generalsekretär Pangl begrüßt vor allem „Entbürokratisierung als roten Faden des Programms“

Wien (OTS) – Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), zeigt sich zufrieden mit dem Wirtschaftsprogramm der neuen Bundesregierung, das am Samstag von ÖVP und FPÖ präsentiert wurde: „Mit dem Programm werden die richtigen Impulse zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich gesetzt – zum Wohl der Arbeitnehmer und auch der Betriebe“, sagte Pangl am Montag in einer Aussendung und betonte weiters: „Mit diesen Vorschlägen kann es in absehbarer Zeit gelingen, Österreich international wieder unter die Top 10 Standorte zu bringen.“ Raiffeisen sei jedenfalls bereit zur konkreten Umsetzung beizutragen.

Erfreulich aus Sicht der Raiffeisen-Betriebe seien vor allem die Entbürokratisierungsmaßnahmen, auf die sich die künftigen Regierungsparteien geeinigt haben und die sich wie ein roter Faden durch das Programm durchziehen, so der ÖRV-Generalsekretär.

Konkret begrüßt Pangl die geplanten Entlastungen bei kleineren Banken in der Regulierung (Proportionalität), die Modernisierung der Arbeitszeitmodelle, die Senkung der Steuer- und Abgabenquote sowie die vorgesehene Stärkung des ländlichen Raums. Zudem seien die im Programm enthaltenen Verbesserungen der Elementarbildung, das klare Bekenntnis zur EU und die Förderung der Exportwirtschaft sowie die Schaffung einer innovationsorientierten Gesellschaft aus der Sicht von Raiffeisen erfreulich.

Auch die neue Struktur der Ministerien hält Pangl für einen guten Ansatz: „Der hohe Expertenanteil im Regierungsteam und die neue Aufteilung der Kompetenzen bieten gute Voraussetzungen für echte Innovationen.“

„Ich sehe eine Vielzahl von wichtigen Forderungen der Wirtschaft im Regierungsprogramm verankert. Das klare Bekenntnis zu Selbstverantwortung, Nachhaltigkeit, Leistungswillen und Subsidiarität entspricht auch genau unseren genossenschaftlichen Grundwerten“, so Pangl abschließend.

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OTS0060 5 WI 0674 RAV0001 Fr, 13.Okt 2017
Raiffeisen / Banken / EU / Wirtschaft und Finanzen

Regionalbanken sind unverzichtbares Rückgrat der regionalen Wirtschaft

ÖRV stärkt mit Initiative „Regional.Stark“ Regionalbanken als Nahversorger und Partner der regionalen Wirtschaft in Österreich

Wien (OTS) – Mit der neuen Initiative „Regional.Stark“ will der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) verstärkt auf die Interessen von kleinen und lokalen Regionalbanken hinweisen. „Die kleinen Regionalbanken sind als Nahversorger für finanzielle Dienstleistungen das Rückgrat der regionalen Wirtschaft. Das macht sie zu einem gesellschafts- und regionalpolitisch unverzichtbaren Faktor. Diese über Jahrzehnte gewachsene und bewährte Struktur regionaler Nahversorgung muss der Rücken gestärkt werden“, betonten Walter Rothensteiner, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbands, und Alfons Neumayer, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Wienerwald und Präsident des Dachverbandes der Geschäftsleitervereinigung, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Allein die Raiffeisen Bankengruppe gründet auf rund 400 selbstständigen Raiffeisenbanken, die eine Bilanzsumme von 18 Millionen Euro bis 1,5 Milliarden Euro aufweisen und im Besitz von 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher stehen. “Die Raiffeisenbanken befinden sich somit zu 100 Prozent in österreichischem Eigentum und leisten einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wirtschaft und Gesellschaft“, so Rothensteiner. Bei der neuen Initiative „Regional.Stark“ (www.regionalstark.at) gehe es daher um die folgenden fünf Punkte:

  • Die Verhältnismäßigkeit in der Regulierung mit einer stärkeren Unterscheidung zwischen Groß- und Regionalbanken
  • Eine Nachdenkpause bei Basel IV im Sinne einer ausreichenden Berücksichtigung der europäischen Gegebenheiten
  • Keine zentrale EU-Einlagensicherung
  • Ein Ende der für Regionalbanken besonders schädlichen Nullzinspolitik
  • Einen rot-weiß-roten Schulterschluss für die heimischen Regionalbanken

Fusionen von Regionalbanken nehmen zu

Die Raiffeisenbank weiß bei ihrer Initiative die Menschen in Österreich hinter sich. Das belegt eine im September 2017 vorgestellte GfK-Studie (Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170922_OTS0083). „Wir fordern daher von der künftigen österreichischen Bundesregierung einen offensiven und aktiven Einsatz für den Erhalt unserer heimischen Regionalbanken“, stellt Rothensteiner klar. „Dabei geht es uns vor allem um die Menschen in den Regionen, denn geht eine Regionalbank verloren, dann gehen auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung für die Region verloren. Wenn wir jetzt nicht für unsere regionalen Banken eintreten, werden die Fusionen im Bankensektor weiter anhalten“, warnt Rothensteiner vor negativen Folgen für die Menschen und Betriebe im ländlichen Raum. In den letzten Jahren ist die Anzahl der selbständigen, unabhängigen Raiffeisenbanken um ein Viertel von 570 im Jahr 2008 auf 434 im Jahr 2016 zurückgegangen.

„Die Fusionen von Lokal- und Regionalbanken nehmen rasant zu“, hebt Alfons Neumayer die Probleme für die lokalen Raiffeisenbanken hervor. „Die starke Regulierung bürdet gerade den kleinen und regionalen Banken enorme Lasten und Regulierungskosten auf, etwa durch Anfragen der Aufsichtsbehörden, Dokumentationspflichten und komplexe Prozesse. Für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen hat die Raiffeisenbank Wienerwald sieben Mitarbeiter eingestellt. Bei kleinen Raiffeisenbanken wirken sich diese Kosten natürlich verhältnismäßig stärker aus. Das ist durch Einsparungen und Effizienzsteigerungen nur schwer zu kompensieren. “

 

Mit Basel IV droht nächste Regulierungswelle

„Im Hinblick auf Basel IV ist die Regulierung auch keineswegs zu Ende“, zeichnet Rothensteiner ein eher pessimistisches Bild für die Regionalbanken. Bankbeteiligungen sowie die Immobilienfinanzierung sollen nach diesen Plänen massiv verteuert und damit auch erschwert werden. Und neben dem erhöhten regulatorischen Druck erschwert auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank die Ertragssituation vieler kleiner Regionalbanken.

„Die Raiffeisenbanken sehen sich als Partner der Menschen in den Regionen. Wir sind ein Teil der lokalen Gemeinschaften und kennen unsere Kunden persönlich“, unterstreicht Alfons Neumayer. „Die Raiffeisenbanken finanzieren in ihrer Region die Menschen und Unternehmen und refinanzieren sich ausschließlich über die Einlagen unserer Kunden. Dadurch profitieren die Regionen sehr stark von den Raiffeisenbanken.“ Diese Einlagen müssen jedoch bei den Verbrauchern verzinst werden und dürfen nicht unter Null fallen, was zu einem massiven Rückgang des Zinsertrags bei Lokal- und Regionalbanken führt. „Aufgrund des fehlenden Zugangs zum Kapitalmarkt trifft uns die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank also stärker als andere Banken“, so Neumayer. „Eine Bank darf auch nur dann einen Kredit vergeben, wenn der Kunde den Kredit aus seinen laufenden Einkünften zurückzahlen kann, selbst wenn ausreichend Sicherheiten zur Verfügung gestellt werden. Darunter leiden vor allem junge Familien und Pensionisten. Das ist ein typischer Fall für eine Regulierung ohne Nutzen“, kritisiert Neumayer. „Wir unterstützen daher die neue Initiative „Regional.Stark“, um in Österreich und in Brüssel für die genannten Themen erfolgreich einzutreten.“

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OTS0174 5 WI 0214 RAV0001 Di, 10.Okt 2017
Raiffeisen / Banken / Wirtschaftspolitik / Sozialpolitik / EU

ÖRV zu Nationalrat: „Keine überhasteten Beschlüsse“

Pangl sieht Verfassungswidrigkeit bei geplantem Verbot von Bankomatgebühren

Wien (OTS) – „In der letzten Sitzung des Nationalrates vor der Wahl darf es keine überhastete Beschlussfassung mehr geben“, warnt Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes. Insbesondere die Anträge zur Angleichung von Arbeitern an Angestellte und ein geplantes Verbot von Bankomatgebühren würden die Betriebe ungebührlich belasten.

„Die Angleichung von Kündigungsfristen und Entgeltfortzahlungsfristen ist ein berechtigtes sozialpolitisches Anliegen. In vielen Kollektivverträgen gibt es ja auch schon günstigere Regelungen“, erläutert Pangl. „Weitere Änderungen sollten daher den Kollektivvertragspartnern überlassen bleiben. Dort können Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter sachgerechte Lösungen finden, wie dieses gemeinsame Ziel ohne übermäßige Belastung der Betriebe erreicht werden kann“, bekennt sich der Raiffeisen-Generalsekretär zu verantwortungsvollen Regelungen, bei denen alle Beteiligten auch die Auswirkungen kennen. Der Österreichische Raiffeisenverband schließt jährlich 26 Kollektivverträge für die Betriebe des Raiffeisen-Sektors ab.

Beim geplanten Verbot von Bankomatgebühren ortet Pangl eine klare Verfassungswidrigkeit: „Es kann nicht sein, dass die kontoführende Bank für Gebühren bei Bankomaten von ausländischen Betreibern aufkommen muss. Das führt zu der völlig unhaltbaren Situation, dass ausländische Drittanbieter weiterhin saftige Gebühren verrechnen dürfen; und diese künftig auch noch erhöhen können, weil sie ja ohnedies von den inländischen Banken übernommen werden müssen“, warnt der ÖRV-Generalsekretär.

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OTS0083 5 WI 0614 RAV0001 WB Fr, 22.Sep 2017
Raiffeisen / Banken / Wirtschaftspolitik / Digitalisierung / EU

Trotz Digitalisierung: Österreicher setzen auf Klein- und Regionalbanken

Knapp 70 Prozent fordern Initiativen zum Erhalt ihrer Regionalbanken

Wien (OTS) – Die heimische Bankenlandschaft ist – anders als im Rest der Europäischen Union – gerade im ländlichen Raum von einer Vielzahl kleiner, lokaler und regional verankerter Banken geprägt. Die kleinste dieser Banken in Österreich hat eine Bilanzsumme von gerade einmal 18 Mio. Euro. Demgegenüber dominieren im übrigen Europa in erster Linie Großbanken mit Bilanzsummen von teilweise über 1.000 Mrd. Euro. In Österreich überwiegen vor allem die über 400 unter dem Dach von Raiffeisen gegründeten kleinen und lokalen Banken, die in ihrer Heimatregion engagiert sind. Eine vergleichbare Struktur findet sich bestenfalls noch in Deutschland und Südtirol. Im Lichte der zunehmenden Digitalisierung im Bankenbereich hat Raiffeisen die Akzeptanz von kleinen Lokal- und Regionalbanken in einer beim Meinungsforschungsinstitut GfK in Auftrag gegebenen Studie einem Reality-Check unterzogen. Die Ergebnisse wurden heute, Freitag, 22. September 2017, im Rahmen eines Pressegespräches der Öffentlichkeit präsentiert.

Die wesentlichste Erkenntnis der Studie: Trotz Digitalisierung kennen und schätzen die Österreicherinnen und Österreicher die Vorzüge lokaler Regionalbanken: 71 Prozent bestätigen die starke Verbundenheit ihrer Regionalbank zum Ort und 70 Prozent identifizieren ein besonderes Naheverhältnis ihrer Regionalbank zur ansässigen Bevölkerung und regionalen Wirtschaft. Als besondere Stärke der lokalen Regionalbanken erkennen knapp 60 Prozent die Förderung des gesellschaftlichen Lebens und Miteinanders in der Region und 54 Prozent die Unterstützung lokaler Vereine durch Regionalbanken. Immerhin 50 Prozent sehen die regionale Infrastruktur durch kleine Regionalbanken aufgewertet. In allen diesen Punkten übertreffen die Werte der kleinen Regionalbanken deutlich jene der großen Kommerzbanken im ländlichen Raum.

„Diese offenkundige Nähe der kleinen Regionalbanken zu den Menschen vor Ort begründet sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass sie keine anonymen Aktiengesellschaften sind, sondern den Menschen in der Region selbst gehören: über 1,5 Mio. Österreicherinnen und Österreicher sind als Mitglieder einer der vielen Raiffeisen-Genossenschaften die Eigentümer ihrer eigenen Bank“, betont Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

Während sich 56 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher zwar grundsätzlich für einheitliche Spielregeln für alle Banken aussprechen, erkennen doch 64 Prozent, dass es für kleine Lokal- und Regionalbanken ungleich schwieriger ist, die gleichen Regeln einzuhalten, wie sie auch für internationale Großbanken gelten. Eine wesentliche negative Auswirkung der Regulierung erkennen 54 Prozent der Befragten in schwierigerem Zugang zu Krediten und Finanzierungen und immerhin 55 Prozent fordern, dass Regeln für kleine Lokal- und Regionalbanken angepasst auf ihre spezielle Situation erlassen werden sollten. Klare Ablehnung erfahren Pläne auf europäischer Ebene zur Einführung einer EU-Einlagensicherung, bei der Lokal- und Regionalbanken für das Risiko internationaler Großbanken haften:
deutliche 82 Prozent sprechen sich klar gegen eine europaweite Bankenhaftung aus, während 57 Prozent die Sorge äußern, dass diese in über 100 Jahren gewachsene und bewährte Struktur wohl auch aufgrund überbordender Regulierungen künftig geschwächt werden könnte.

Vor diesem Hintergrund fordern 69 Prozent der Befragten mehr Initiativen zum Erhalt von Lokal- und Regionalbanken, zumal auch 64 Prozent der Auffassung sind, dass sich Lokal- und Regionalbanken stärker als Großbanken für die Belange der regionalen Wirtschaft und Betriebe vor Ort einsetzen. Schließlich erwarten 62 Prozent von den Lokal- und Regionalbanken, dass diese ihre Leistungen für die Bevölkerung und die Betriebe im ländlichen Raum noch stärker bekannt machen. Immerhin meinen 78 Prozent der Befragten, dass ohne Lokal-und Regionalbanken Arbeitsplätze im ländlichen Raum verloren gehen und ein wichtiger Partner – nicht nur im Bereich der Finanzdienstleistungen – fehlen würde (64 Prozent).

Generalsekretär Andreas Pangl abschließend: „Die Ergebnisse der Studie zeigen trotz Digitalisierung deutlich die hohe Akzeptanz und Relevanz von kleinen Lokal- und Regionalbanken für die Bevölkerung im ländlichen Raum. Wir verstehen das auch als Auftrag uns weiterhin gerade auf europäischer Ebene für bessere Rahmenbedingungen für diese Banken einzusetzen.“ 

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OTS0019 5 WI 0339 RAV0001 Fr, 30.Jun 2017
Raiffeisen / Genossenschaft / Banken / UNESCO

Genossenschaften als Stabilitätsanker

Am 1. Juli Internationaler Tag der Genossenschaften

Wien (OTS) – Seit 1923 wird am ersten Samstag im Juli der Internationale Tag der Genossenschaften begangen. Die Vereinten Nationen würdigen damit die besonders nachhaltige Wirtschaftsweise von Genossenschaften und unterstreichen sowohl die wirtschaftliche als auch die soziale Bedeutung der Genossenschaften.

„Genossenschaften tragen auf Basis ihrer Kernwerte Regionalität, Subsidiarität und Solidarität wesentlich zu Wohlstand und Wertschöpfung des Landes bei“, betonte Generalanwalt Walter Rothensteiner anlässlich des morgigen Internationalen Tages der Genossenschaften. Oftmals seien Genossenschaften seit Generationen mit Region und Menschen verbunden und erweisen sich so als zukunftsfähiger Stabilitätsanker. Genossenschaften finden sich heute in nahezu jedem Bereich des täglichen Lebens.

Um die Vielfältigkeit und Zukunftsfähigkeit von Genossenschaften vermehrt darzustellen, holt der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) bewusst moderne Genossenschaftsprojekte und Initiativen vor den Vorhang. „Wir zeigen, dass Genossenschaft in der Praxis lebt – von der Energie-Genossenschaft bis zu Car Sharing-Projekten, vom genossenschaftlich geführten Dorfgasthaus oder Dorfladen bis zu Infrastrukturfragen im Dorf“, sagte dazu ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl.

„Genossenschaften gestalten die Zukunft unseres Landes mit. Wir müssen versuchen, die genossenschaftlichen Werte für unsere Kunden und Mitglieder immer wieder erlebbar zu machen. Dann werden wir auf Basis dieses hervorragenden Wertegerüsts auch in Zukunft erfolgreich sein“, ist Rothensteiner sicher.
„2018 feiern wir das Raiffeisen-Jubiläumsjahr, in dem sich der Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum 200. Mal jährt. Wir haben dazu zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen geplant, die nicht nur darstellen werden, wie sich die Idee Raiffeisen entwickelt hat, sondern auch, dass Genossenschaften heute aktueller sind denn je “, ergänzte Pangl.

Die Genossenschaftsidee ist ein weltweites Erfolgsmodell. So sind Genossenschaften in mehr als hundert Ländern der Erde vertreten und rund 900 Millionen Menschen zählen weltweit zu ihren Mitgliedern. Die Genossenschaftsidee wurde im November 2016 von der UNESCO in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen.

In Österreich gibt es 1.500 selbstständige Raiffeisen-Genossenschaften mit rund zwei Millionen Mitgliedern, 60.000 Mitarbeitern und vier Millionen Kunden. Weitere Informationen zu Genossenschafts-Projekten und der Initiative „Bewusst:
Raiffeisen.“ finden Sie auf der ÖRV-Homepage www.raiffeisenverband.at.

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OTS0027 5 WI 0334 RAV0001 WA Mi, 29.Mär 2017
Banken / Genossenschaften / EU / Wirtschaft und Finanzen / Politik

ÖRV fordert mehr Effizienz bei EU-Aufsichtsbehörden

Pangl warnt vor Beeinträchtigung des bewährten Geschäftsmodells der Regionalbanken durch überzogene Regulierung.

Wien (OTS) – Der Brexit hat auch eine Diskussion über die künftige Europäische Bankenaufsicht ausgelöst. Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) spricht sich dabei für Einsparungen bei den EU-Aufsichtsbehörden aus und warnt vor Beeinträchtigung des bewährten Geschäftsmodells der Regionalbanken durch überzogene Regulierung.

„Es darf nicht jede Neuregelung zu noch mehr Belastungen für die Regionalbanken führen“, forderte Andreas Pangl, ÖRV-Generalsekretär, gestern Dienstag in Brüssel am Rande einer internationalen Konferenz für Genossenschaftsbanken.

Vergangene Woche hat die EU-Kommission eine Konsultation über die künftige Struktur der Europäischen Bankenaufsicht gestartet. Mit konkreten Vorschlägen ist noch im Jahr 2017 zu rechnen. Für die österreichische Bankenaufsicht hat die Bundesregierung eine Reform bis Ende 2017 angekündigt.

„Für österreichische Banken sind auf EU-Ebene bereits fünf unterschiedliche Aufsichtsbehörden zuständig. Die daraus resultierende Regulierungsflut bedeutet besonders für die kleineren, regional tätigen Banken eine große Belastung“, warnte Pangl. Damit werden jedoch Institute gefährdet, die ein wichtiger Partner für Wirtschaft und Bevölkerung in den Regionen sind und von denen keine systemischen Risiken ausgehen.

Derzeit bestehen nicht weniger als vier Bankenaufsichtsbehörden in der Europäischen Union. Die Wertpapieraufsicht ESMA mit Sitz in Paris, die Bankenaufsicht EBA in London, die Europäische Zentralbank als Aufsichtsbehörde in Frankfurt sowie die Europäische Abwicklungsbehörde SRB in Brüssel. Dazu kommt noch die Europäische Kommission selbst, die nicht nur für Gesetzesvorschläge, sondern auch für die Einhaltung Europäischer Wettbewerbsregeln verantwortlich ist. Weitgehende Vorschläge für die Vereinfachung dieser Struktur werden allerdings von der EU-Kommission nicht zur Diskussion gestellt.

„Jede Woche hören wir von Aufsehern, dass die Banken profitabler und effizienter werden müssen. Wir erwarten uns aber auch von den Behörden, dass sie gerade die kleineren Banken entlasten und selbst Kosten einsparen“, ergänzte Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken und Boardmember in der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB).

Die 4.050 regionalen Genossenschaftsbanken haben in der EU über 200 Mio. Kunden, beschäftigen 750.000 MitarbeiterInnen und verfügen über einen durchschnittlichen Marktanteil von 20 Prozent.

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Mag. Edith Unger
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Banken / Raiffeisen / EU / Finanzen und Dienstleistungen / Wirtschaft und Finanzen

ÖRV begrüßt deutsche Unterstützung bei einfacheren Regeln für kleine Banken

Pangl: „Es wird Zeit, dass europäische und internationale Aufseher erkennen, dass hier Handlungsbedarf besteht.“

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich der Österreichische Raiffeisenverband über die Aussagen von Andreas Dombret, Vorstand der Deutschen Bundesbank, über verhältnismäßige Regeln für kleinere Banken. Dombret hat vor einer Unverhältnismäßigkeit der Bankenregulierung für kleinere Institute gewarnt und eine Entlastung regionaler Institute mit geringen Risiken angedeutet.

„Seit Jahren fordern wir in Brüssel Erleichterungen für kleinere Banken. Es wird Zeit, dass europäische und internationale Aufseher erkennen, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wir wissen, dass die österreichischen Vertreter in Brüssel Bestrebungen für verhältnismäßige Regeln befürworten. Erfreulich, dass es nun auch prominente Unterstützung von der Deutschen Bundesbank gibt“, sagt Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

In Deutschland und in Österreich ist die Bankenbranche klein strukturiert und besonders von lokalen Regionalbanken geprägt. Von den rund 700 zugelassenen Kreditinstituten in Österreich sind rund 450 als Raiffeisenbanken aktiv.

Aktuell werden auf EU-Ebene Erleichterungen für kleinere Banken diskutiert und im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht neue Kapitalregeln für alle Banken verhandelt (im Fachjargon Basel IV). Vor allem Europäische und amerikanische Aufsichtsbehörden streiten über die Ausgestaltung der neuen Regeln. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hatte vergangene Woche eingeräumt, dass sich die Verabschiedung des Reformpakets verzögert.

Pangl betont in diesem Zusammenhang, dass es aber nicht nur um eine Entlastung kleinerer Banken, sondern auch um den Beschluss angemessener Regelungen gehe. „Die von Basel geplante Verteuerung von Unternehmensbeteiligungen würde nicht nur kleinere Institute treffen. Sie wäre eine Schwächung des gesamten Wirtschaftsstandortes Österreich und sollte auf jeden Fall verhindert werden“, ergänzt Johannes Rehulka, Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken und Board Member der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken EACB. (Schluss)

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Mag. Edith Unger
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OTS0018 5 WI 0251 RAV0001 II Di, 31.Jän 2017
Konjunktur / Banken / Wirtschaft und Finanzen / Bundesregierung / Arbeitsmarkt

Koalition – ÖRV sieht klaren Willen zur Entlastung der Betriebe

Pangl: „Erwarten uns spürbare und zeitnahe Entbürokratisierung“ – Raiffeisen begrüßt Masterplan zur Förderung des Ländlichen Raums

Wien (OTS) – Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) sieht im gestern, Montag, präsentierten Update des Regierungsprogramms einen klaren Willen zur Entlastung der Betriebe. Ebenso wird die Setzung von konkreten Zeitpunkten für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen begrüßt.
„Mit diesen Vorhaben kann die Regierung wichtige Schritte zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich setzen. Zudem sollte die Abschaffung der kalten Progression zumindest zu einer sanften Ankurbelung der Konjunktur führen“, unterstreicht ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl. Bei der Eindämmung der Regulierungsflut setzt er auf den Druck der Regierung: „Wir erwarten uns jedenfalls eine spürbare und zeitnahe Entbürokratisierung, sei es durch die Sozialpartner oder eben durch eine gesetzliche Regelung.“

Auch bei der angekündigten Reform der Bankenaufsicht definiert Pangl den Erwartungshorizont: „Wir haben keine Präferenzen, wo die Aufsicht zusammengeführt wird, aber es muss billiger werden und es muss klare Zuständigkeiten geben“.
Große Hoffnung setzt Raiffeisen in den Masterplan zur Förderung der Attraktivität des ländlichen Raumes: „Raiffeisen versteht sich als Anwalt des ländlichen Raumes, daher werden wir uns umfassend in diesen Prozess einbringen“, so Pangl.

Zustimmung gibt es auch für das klare Bekenntnis der Regierung zu einer aktiven Handelspolitik und die Ankündigung, sich um die Ansiedelung von internationalen Organisationen zu bemühen. „Gerade für ein kleines Binnenland wie Österreich sind Handel und Weltoffenheit ein Garant zur Sicherung des Wohlstandes“, begrüßt Pangl die Positionierung der Bundesregierung.

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Raiffeisen / Genossenschaft / UNESCO / Banken / Agrar

Genossenschaftsidee wird UNESCO-Kulturerbe

ÖRV-Generalanwalt Walter Rothensteiner begrüßt Entscheidung: „Genossenschaft ist Modell mit Zukunft“

Wien (OTS) – Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) hat die Genossenschaftsidee ins immaterielle Kulturerbe der Menschheit aufgenommen. Damit wird das Erbe von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schultze-Delitzsch weltweit gewürdigt.

Für den Österreichischen Raiffeisenverband (ÖRV) ist diese Anerkennung Bestätigung und Auftrag zugleich. „Genossenschaft hat nicht nur eine große Vergangenheit, vielmehr ist sie ein starkes Modell für die Zukunft. ‚Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele’ – so hat es Friedrich Wilhelm Raiffeisen vor 150 Jahren formuliert. Übersetzt ins Heute bedeutet das: Verantwortung übernehmen – miteinander und füreinander“, zeigte sich Generalanwalt Walter Rothensteiner stolz auf diese Würdigung der Genossenschaftsidee.

Die Genossenschaft ist eine allen offen stehende Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation, ein Modell der kooperativen Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Mitte des 19. Jahrhunderts legten Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch in Deutschland wichtige Grundlagen für die heutige Genossenschaftspraxis, die seither weltweit erfolgreich gelebt wird und immer mehr Anhänger findet.

Auf dieser Basis wirtschaften heute weltweit rund 800 Millionen Menschen in 900.000 Genossenschaften. Allein unter dem Dach von Raiffeisen Österreich sind es 1.500 Genossenschaften mit zwei Millionen Mitgliedern. Jeder vierte Österreicher ist Mitglied bei Raiffeisen. Die in Österreich und Deutschland hohe Anzahl von Genossenschaftsmitgliedern und die rechtliche Absicherung durch ein eigenes Genossenschaftsgesetz sind im internationalen Vergleich Besonderheiten.

„Genossenschaft bietet eben nicht nur Lösungsansätze für die Probleme von gestern – sondern auch für die von heute und morgen“, ist Rothensteiner überzeugt. Moderne Genossenschaften, etwa für erneuerbare Energieversorgung, regionale Infrastruktur, Wohnen und Pflege im Alter, Stärkung dörflicher Strukturen, Car-Sharing, oder Crowdfunding seien Beweis dafür. „Das Modell Genossenschaft und die Werte von Raiffeisen sind heute so aktuell wie selten zuvor“, betonte der Generalanwalt. Um diese auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, habe der Österreichische Raiffeisenverband bereits vor zwei Jahren die Initiative „Bewusst: Raiffeisen.“ gestartet. Mehr unter www.raiffeisenverband.at/bewusstraiffeisen

Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Bis heute sind 171 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten. Mit der Einschreibung verpflichten sich die Vertragsstaaten, das Immaterielle Kulturerbe auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu fördern.

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OTS0035 5 WI 0372 RAV0001 Fr, 18.Nov 2016
Wirtschaftspolitik / Banken / Raiffeisen / EU / Unternehmen

Raiffeisenverband kritisiert Basler Ausschuss

Front gegen höhere Eigenkapitalregeln wird immer stärker – ÖRV-Pangl befürchtet Nachteile für Wirtschaftsstandort Österreich

Wien (OTS) – Europa legt sich gegen die Pläne des Basler Ausschusses zur Erhöhung der Anforderungen für die Kreditvergabe quer. Auch Andreas Pangl, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), spricht sich vehement gegen die geplante Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen für Banken aus: „Die Vorschläge des Basler Ausschusses hätten nicht nur negative Auswirkungen auf europäische Banken. Sie sind eine Gefährdung für die Finanzierung der österreichischen Wirtschaft. Industrieunternehmen und Immobilienunternehmen wären am stärksten betroffen“, betont Pangl am Freitag in einer Presseaussendung.

Nachdem österreichische und europäische Banken- und Industrievertreter bereits seit Monaten auf die negativen Auswirkungen der Pläne des Basler Ausschusses hingewiesen hatten, haben sich nun auch sämtliche EU-Finanzminister sowie der zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis gegen die Pläne des Gremiums der internationalen Aufseher ausgesprochen. Sie befürchten Nachteile für die Finanzierung der Wirtschaft in Europa.
Auch wesentliche Player der Europäischen Aufsichtsbehörden haben bereits Kritik an den geplanten exzessiven Steigerungen bei den Kapitalanforderungen für Europäische Banken geübt.

Höhere Eigenkapitalerfordernisse bei Immobilienkrediten könnten dazu führen, dass die Kreditvergabe in diesem Bereich reduziert werden muss. Ebenso gefährden massive Kapitalerhöhungen für Bankbeteiligungen an Industrieunternehmen Arbeitsplätze und Firmensitze in Österreich, erläutert der ÖRV-Generalsekretär. „Weltweit wollen alle Regierungen das Wirtschaftswachstum beleben, um Wohlstand sicherzustellen. Diese Pläne des Basler Ausschusses konterkarieren alle Bemühungen der Regierungen in diese Richtung. Es ist nicht Aufgabe von Aufsehern, Wirtschaftspolitik zu betreiben. Daher appellieren wir an die österreichische und europäische Politik korrigierend einzugreifen“, betont Pangl.

Erfreulich ist laut Pangl, dass Bundesminister Schelling bereits bei der FMA-Konferenz im Oktober angekündigt hat, dass er sich für Anpassungen der Vorschläge zu den Industriebeteiligungen bei der Umsetzung in Europa einsetzen werde.

Seit Wochen streiten die Aufseher dies- und jenseits des Atlantiks über den Abschluss des Regelpakets Basel IV. Das Vorhaben soll offiziell Schwächen des bereits geltenden Rahmenwerks Basel III beseitigen und dieses risikosensitiver machen. Dabei haben sich die höchsten Vertreter der Aufsichtsbehörden das Ziel gesetzt, die Eigenkapitalanforderungen durch die Überarbeitung „nicht signifikant zu erhöhen“. Zahlreiche Berechnungen der Basler Vorschläge belegen jedoch, dass entgegen diesem Versprechen der Aufsichtsbehörden nach den derzeitigen Plänen die Eigenkapitaldecke gerade für europäische Banken massiv erhöht werden würde.
(Schluss)

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OTS0144 5 WI 0220 RAV0001 II Di, 25.Okt 2016
Wirtschaftspolitik / Innenpolitik / Konjunktur / Unternehmen / Raiffeisen

Wirtschaftspaket – ÖRV-Pangl: „Vermisse tiefgreifende Reformen“

Klares Signal des Aufbruchs an Wirtschaft und Konsumenten gefordert

Österreich (OTS) – Wien (OTS) – Um Anreize für Investitionen zu schaffen, hat die Regierung heute, Dienstag, im Ministerrat ein Wirtschaftspaket beschlossen. So sollen insbesondere Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Gemeinden gefördert sowie eine Ausbildungsgarantie bis zum 25. Lebensjahr gegeben werden. Keine Einigung gab es hingegen bei großen, strukturellen Themen wie insbesondere flexiblere Arbeitszeiten oder die Abschaffung der kalten Progression bei den Lohnsteuern.

In einer ersten Reaktion begrüßte der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, zwar das Investitionsprogramm, fordert aber gleichzeitig weitere, tiefgreifende Reformen: „Investitionen geben Impulse für die Konjunktur und schaffen Arbeitsplätze. Insofern ist jede Förderung von Investitionen für Raiffeisen als Partner der regionalen Wirtschaft zu begrüßen. Die Betriebe werden allerdings nur dann investieren, wenn sich die Stimmungslage in der Wirtschaft wieder bessert“, analysiert Pangl. Eine bessere Stimmung in der Wirtschaft sei jedoch nur bei Umsetzung tiefgreifender Reformen zu erwarten.

„Zur Verbesserung des Investitionsklimas braucht es ein klares Signal des Aufbruchs an Wirtschaft und Konsumenten. Dieses Signal kann ich jetzt noch nicht sehen. Wesentliche Reformvorhaben wie die längst fällige Flexibilisierung der Arbeitszeiten und die Abschaffung der kalten Progression dürfen nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden“, fordert Pangl.
(Schluss)

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OTS0007 5 WI 0270 RAV0001 Mi, 22.Jun 2016
Banken / EU / Raiffeisen / Wirtschaft und Finanzen / Unternehmen

ÖRV unterstützt Bericht zu KMU-Finanzierung

Pangl: „Regionalbanken weiterhin wichtigste Finanzierungsquelle für kleine Unternehmen“

Wien (OTS) – Das EU-Parlament möchte die Finanzierung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) auf eine breite Basis stellen. Einen entsprechenden Bericht hat das EU-Parlament auf Initiative des österreichischen EU-Abgeordnete Othmar Karas heute, Dienstag, beschlossen. Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) begrüßt diese Initiative ausdrücklich und sieht den Bericht „als wichtiges Signal für kleinere und mittlere Unternehmen“, wie ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl betonte.

„Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen wird die klare Botschaft gesendet, dass Regionalbanken weiterhin die wichtigste Finanzierungsquelle für kleinere Unternehmen sind“, so der ÖRV-Generalsekretär. Aufgrund ihrer langfristigen Beziehung zu ihren Kunden und detaillierten Kenntnisse über kleinere und mittlere Unternehmen nehmen gerade die Regionalbanken eine besondere Rolle in der Finanzierung ein. Die Bankenregulierung der vergangenen Jahre habe jedoch negative Auswirkungen auf die Finanzierung von KMU gehabt.

Das EU-Parlament spricht sich in seinem Bericht für die Förderung lokaler Regionalbanken aus, weil diese Banken gerade in der Krise kleinere und mittlere Unternehmen mit Krediten versorgt haben. Aus diesem Grund wird die EU-Kommission aufgefordert, die Auswirkungen der Regulierung auf kleinere und mittlere Banken zu überprüfen. „“Der Vorstoß für mehr Verhältnismäßigkeit in der Regulierung gerade für kleinere Banken ist überfällig. Daher begrüßen wir alle Schritte, die mehr Proportionalität sicherstellen“, sagte Pangl.

Ebenso fordern die EU-Abgeordneten in ihrem Bericht, die bisherige Begünstigung bei der Eigenkapitalunterlegung von KMU-Krediten beizubehalten. Diese Begünstigung wurde in Europa eingeführt, um die bessere Kreditfinanzierung von kleineren und mittleren Betrieben sicherzustellen.

Der Bericht wird nun der EU-Kommission übermittelt. Diese wird ihn bei der Ausarbeitung weiterer Vorschriften im Rahmen der Kapitalmarktunion behandeln.
(Schluss)

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Mag. Edith Unger
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OTS0152 5 WI 0422 RAV0001 Fr, 10.Jun 2016
Wirtschaft und Finanzen / Banken / Agrar / Raiffeisen / Unternehmen

Raiffeisen Österreich baut auf Chancen der Genossenschaft

Österreichischer Raiffeisentag in Linz – Rothensteiner: „Wir bewegen etwas für die Menschen und das Land“ – Pangl: „Im Thema Genossenschaft liegt eine große Chance“

Wien/Linz (OTS) – Unter dem Motto „Bewegung in bewegten Zeiten“ fand heute, Freitag, der Raiffeisentag des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) in Linz statt. Mehr als 350 Spitzenvertreter aller Sparten und Bundesländer sind der Einladung von Generalanwalt Walter Rothensteiner zum gemeinsamen Gedanken- und Informationsaustausch gefolgt. Als oberster Repräsentant des Landes gab auch Landeshauptmann Josef Pühringer der Raiffeisen-Familie die Ehre, der in seinen Grußworten neben der Regionalität vor allem die gelebte Nachhaltigkeit von Genossenschaften hervorhob: „Im Genossenschaftswesen werden die Dinge zu Ende gedacht. Man denkt nicht nur an den nächsten Quartalsbericht, sondern an die nächste Generation“, fand der Landeshauptmann anerkennende Worte für Raiffeisen Österreich.

Zentrales Thema des heurigen Österreichischen Raiffeisentages war es, Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu analysieren und aufzuzeigen, welche Chancen gerade Genossenschaften in einem derart bewegten Umfeld haben. Generalanwalt Rothensteiner ist überzeugt, dass die Raiffeisen-Idee unverändert Gültigkeit hat und Genossenschaft auch in Zukunft eine für viele Zwecke passende Unternehmensform ist. „Bei Raiffeisen bewegt sich viel, auch angesichts der zunehmenden Digitalisierung. Dabei verfolgen wir immer ein Ziel: für die Menschen und das Land etwas zu bewegen“, betonte der Generalanwalt.

ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl ging in seinem Vortrag auf die unterschiedlichen Chancen ein, die sich aus dem Thema Genossenschaft ergeben. „Die gemeinsamen Werte sind unsere Wurzeln und geben uns Kraft. Das ist gerade in bewegten Zeiten wichtig“, betonte Pangl. Daher habe der ÖRV die Initiative „Bewusst:Raiffeisen.“ gestartet, um in zeitgemäßer Sprache wieder stärker in den Fokus zu rücken, wofür Raiffeisen auch heute steht.

Als Gastredner thematisierte Andreas Tschas, Gründer und CEO von Pioneers, Auf- und Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit beeindruckenden Beispielen aus der Start-up-Welt führte er den Teilnehmern nicht nur die rasante technische Entwicklung vor Augen, sondern auch die Chancen, die sich gerade durch eine Zusammenarbeit von etablierten Unternehmen wie Raiffeisen mit den „jungen Wilden“ ergeben.

Nach einer Unterbrechung von mehr als einem Jahrzehnt hat Generalanwalt Rothensteiner 2014 den Raiffeisentag wieder ins Leben gerufen. Die Veranstaltung findet nunmehr alle zwei Jahre statt und soll als Plattform dienen, die über Bundesländer und Sparten hinweg alle Raiffeisen-Unternehmen zum Informations- und Gedankenaustausch zusammenbringt.

Der nächste Raiffeisentag findet 2018 statt – einem Jubiläumsjahr für Raiffeisen, in dem der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gefeiert wird. In zwei Jahren wird auch die nächste turnusmäßige Wahl des Generalanwalts für eine Funktionsperiode von vier Jahren durchgeführt.

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OTS0111 5 WI 0276 RAV0001 Di, 31.Mai 2016
Agrar / Nahrungsmittel / Milch / EU / Raiffeisen

ÖRV-Pangl zum Weltmilchtag: „Genossenschaften prägen ihre Region“

Aktuelle Preissituation für viele Milchbauern untragbar Aktuelle Preissituation für viele Milchbauern untragbar

Wien (OTS) – Österreichs Milch zeichnet sich durch beste Qualität aus und wird nicht in internationalen, anonymen Großkonzernen, sondern in regionalen Unternehmen bäuerlichen Eigentums verarbeitet. Mehr als 90 Prozent der heimischen Milchverarbeiter sind genossenschaftlich organisiert. Das bedeutet, dass die meisten österreichischen Milchbauern auch Eigentümer ihrer Molkerei sind und diese wiederum die Milch im Interesse der Milchbauern, also ihrer Eigentümer, und auch unter deren Kontrolle verarbeitet.

„Besonders in Zeiten mit international äußerst schwieriger Marktlage infolge des Russland-Embargos und nach dem Quotenende zeigen sich für die heimischen Milchbauern die Vorteile einer Genossenschaft“, betont der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, anlässlich des morgigen Weltmilchtages. „Unsere Milchbauern produzieren höchste Qualität und erwirtschaften damit im internationalen Vergleich bessere Preise – wenngleich die weltweite Entwicklung auf dem Milchmarkt auch in Österreich deutliche Preisrückgänge verursacht hat.“

Die aktuelle Preissituation ist laut Pangl für viele Milchbauern nicht mehr tragbar. Mit einem Erzeugermilchpreis von derzeit 27 Cent je Kilogramm könnten weder die höheren Qualitäten der heimischen Milchprodukte, noch die höheren Kosten aufgrund der Wirtschaftsweise in Berg- und benachteiligten Gebieten oder die Gentechnikfreiheit abgegolten werden.

„Die heimischen Milchgenossenschaften zeigen ihre Leistungsfähigkeit für die Bauern, indem sie gerade auch in schwierigen Zeiten bessere Ergebnisse für ihre Eigentümer erwirtschaften, und für die Konsumenten, indem sie höchstwertige Milchprodukte erzeugen“, fasst Pangl zusammen und betont: „Genossenschaften prägen ihre Region und sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum: Sie schaffen und erhalten Arbeitsplätze, leisten mit einer Exportquote von rund 50 Prozent bei Milchprodukten einen positiven Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und sichern unsere hochwertige Ernährung.“ (Schluss)

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OTS0025 5 WI 0193 RAV0001 II Mo, 18.Apr 2016
Wirtschaft und Finanzen / Transport / Kommunales / Politik

ÖRV-Pangl gegen flächendeckende LKW-Maut

„Rückschlag für strukturschwache Regionen“

Wien (OTS) – Am 29. April werden die Verkehrsreferenten der Bundesländer über die Einführung einer flächendeckenden Maut für LKW und Busse entscheiden. Diese Maut soll den Ländern rund 650 Millionen Euro für den Erhalt von Landes- und Gemeindestraßen bringen.

Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) spricht sich entschieden gegen diese Maut aus. „Eine flächendeckende Lkw-Maut wäre ein Rückschlag für strukturschwache Regionen. Unternehmensstandorte im ländlichen Raum würden gegenüber den Ballungszentren weiter an Attraktivität verlieren“, warnt ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl. Ein wesentlicher Anteil der erwarteten Mauteinnahmen wäre von der Agrar-, Lebensmittel- und Holzwirtschaft zu tragen. „Wir erwarten uns von der Politik endlich eine Entlastung der Betriebe und keine neuen Steuern und Gebühren“, unterstreicht Pangl.

Von den Befürwortern einer flächendeckenden Lkw-Maut wird eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene als Argument gebracht. „Das ist Unsinn, weil ja die Bahn im Gegensatz zum LKW nicht überall hinkommt. Insbesondere der regionale Zustellverkehr kann nicht verlagert werden“, stellt Pangl klar. Im übrigen sei zu befürchten, dass die Maut nicht zum Ausbau der Straßen, sondern wieder nur zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet werde.

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OTS0151 5 WI 0366 RAV0001 Mi, 30.Mär 2016
Agrar / Nahrungsmittelindustrie / Verbraucher / Ernährung

Molkereien kämpfen auf Seite der Milchbauern

EU-weite Lösungen zur Stabilisierung des Milchmarktes erforderlich

Wien (OTS) – Die aktuell schwierige Situation am Milchmarkt fordert alle Marktpartner. Mit einer konsequenten Qualitätsstrategie ist es den heimischen Molkereien bisher dennoch gelungen, trotz erforderlicher Anpassungen deutlich höhere Preise für die Milchbauern zu erwirtschaften als im EU-Durchschnitt. „Die österreichischen Molkereien sind größtenteils genossenschaftlich organisiert und sehen es geradezu als ihre Aufgabe, in Zeiten mit schwierigen Marktsituationen zur Stabilisierung der bäuerlichen Einkommen und zum Erhalt der heimischen Milchwirtschaft beizutragen. Das ist die Stärke einer Genossenschaft“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Direktor Helmut Petschar, angesichts der aktuellen Diskussionen zum Milchmarkt.

Das Rußland-Embargo, Rückgänge der Importe in China und die reduzierte Kaufkraft infolge weltweit niedriger Rohstoffpreise haben die Milchmärkte in Europa und weltweit zuletzt unter Druck gebracht. Zusätzlich kam es mit der Abschaffung der EU-Milchquoten vor einem Jahr zu neuen Milchmengen, die das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in ein Ungleichgewicht gebracht haben.

Österreich hat einen Anteil von nur 2 Prozent am EU-Milchmarkt, ist mit einer Exportquote von mehr als 50 Prozent aber international stark verflochten und damit direkt beeinflusst von weltweiten Preisbewegungen. „Wir brauchen also dringend eine politisch koordinierte Vorgangsweise auf EU-Ebene, die den Milchmarkt wieder in Balance bringt“, betonte Petschar. Exporte von Milch und Milchprodukten sind für die heimischen Molkereien ein wichtiges Ventil, um die Märkte zu entlasten. Daher seien neue Anstrengungen zur Öffnung weiterer Exportmärkte und zur Aufhebung des Rußland-Embargos notwendig, denn nur so könne zur Marktentlastung beigetragen werden, betonte Petschar. Gleichzeitig appellierte der VÖM-Präsident an die Unterstützung durch den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel, die Lebensmittelindustrie und Gastronomie, gerade in schwierigen Zeiten auf heimische Produkte zu setzen und nicht auf Billigangebote aus dem Ausland mit geringeren Standards zurückzugreifen.

„Die österreichischen Molkereien verstehen sich als Partner der heimischen Milchbauern und setzen alles daran, ein bestmögliches Milchgeld zu erwirtschaften. Mit kompromissloser Qualität sehen sie sich auch als Partner der Konsumenten. Kontrollierte Gentechnikfreiheit, strenge Umwelt- und Tierschutzstandards, ein hoher Anteil an Bio-, Heumilch- und regionalen Produkten sowie strenge Qualitätskontrollen garantieren nicht nur beste Qualität, sondern auch Sicherheit“, so Petschar.

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Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1, A – 1020 Wien
Tel: +43/1/90 664 – 2558, Email: voem@netway.at

OTS0156 5 WI 0296 RAV0001 II Mo, 22.Feb 2016
EU / Banken / Wirtschaft und Finanzen / Finanzen und Dienstleistungen / Unternehmen

ÖRV begrüßt Karas-Bericht zu KMU-Finanzierung

Pangl: „Finanzierung lokaler Unternehmen durch Banken vor Ort weiterhin sichergestellt“

Wien (OTS) – Das EU-Parlament möchte die Finanzierung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) erleichtern. Einen entsprechenden Entwurf hat der österreichische EU-Abgeordnete Othmar Karas heute, Montag, dem EU-Parlament vorgelegt. Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) begrüßt diese Initiative ausdrücklich und sieht den Berichtsentwurf von Karas „als positives Signal für den österreichischen Mittelstand“, wie ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl betonte.

„Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen wird die Finanzierung lokaler Unternehmen durch Banken vor Ort weiterhin sichergestellt“, so der ÖRV-Generalsekretär. Kleine und mittlere Unternehmen würden traditionell von Banken finanziert, wobei regionalen Banken aufgrund ihrer langfristigen Beziehung zu und detaillierten Kenntnisse über KMU eine besondere Rolle zukomme. Die Bankenregulierung der vergangenen Jahre habe jedoch negative Auswirkungen auf die Finanzierung von KMU gehabt.

Auch der Berichterstatter Othmar Karas bekräftigt in seinem Bericht, dass Kredite von Regionalbanken für Klein- und Mittelbetriebe die wichtigste Finanzierungsquelle darstellen. KMU könnten nicht ausschließlich über den Kapitalmarkt finanziert werden. Gerade in diesem Bereich müssten negative Auswirkungen durch überbordende Regulierung vermieden werden. „Eine Kapitalmarktunion alleine wird für KMUs nicht ausreichen. Daher begrüßen wir alle Schritte, die eine maßvolle Regulierung für die Finanzierung durch Kredite sicherstellen“, sagte Pangl.

Der EU-Abgeordnete Karas fordert in seinem Entwurf einmal mehr, die bisherige Begünstigung bei der Eigenkapitalunterlegung von KMU-Krediten beizubehalten. Größeren KMU soll durch vereinfachte Offenlegungsvorschriften der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert werden. Daneben schlägt Karas einen gemeinsamen EU-Rechtsrahmen für Crowdfunding und die Finanzierung über Risikokapital (Venture Capital) vor.

Der Berichtsentwurf wird nun im EU-Parlament diskutiert und soll noch im ersten Halbjahr 2016 beschlossen werden. Die Europäische Kommission definiert ein KMU als Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einer Umsatzsumme bis 50 Mio. Euro bzw. einer Bilanzsumme bis 43 Mio. Euro.
(Schluss)

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Mag. Edith Unger
Österreichischer Raiffeisenverband
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OTS0179 5 WI 0171 RAV0001 Mi, 02.Dez 2015
Agrar / Industrie / Gastronomie / Nahrungsmittelindustrie / Wirtschaft und Finanzen

ÖRV-Pangl für höhere Standards bei öffentlicher Beschaffung

„Wenn der Staat als Einkäufer aber nur das Billigste will, ist das zum Nachteil der Konsumenten und der heimischen Produzenten“

Wien (OTS) – Derzeit wird im Parlament die Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie verhandelt. Vertreter der Landwirtschaft wollen dabei für den Lebensmitteleinkauf in öffentlichen Einrichtungen das Bestbieter- anstelle des Billigstbieterprinzips verankern.

Damit soll sichergestellt werden, dass auch für öffentliche Großküchen die hohen österreichischen Lebensmittel-Standards gelten. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich werden täglich mehr als zwei Millionen Portionen Essen in Regierungsgebäuden, Krankenhäusern, Schulen und Pflegeheimen ausgegeben.

Unterstützung kommt nun vom Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl: „Unsere heimischen Lebensmittel erfüllen hohe Standards. Doch Qualität hat ihren Preis. Wenn der Staat als Einkäufer aber nur das Billigste will, ist das zum Nachteil der Konsumenten und der heimischen Produzenten“, beklagt Pangl. „Auch in der öffentlichen Beschaffung müssen daher die hohen österreichischen Standards verpflichtend vorgeschrieben werden – zum Wohle der Konsumenten und der heimischen Produzenten“, fordert Pangl.

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Mag. Edith Unger
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OTS0231 5 WI 0153 RAV0001 WA Di, 24.Nov 2015
EU / Banken / Wirtschaft und Finanzen / Politik / Unternehmen

Einlagensicherung: ÖRV-Pangl gegen EU-Vorschlag

„Gemeinsame Einlagensicherung könnte zum Brandbeschleuniger werden“

Wien (OTS) – Wien (OTS) – Die EU-Kommission hat heute, Dienstag, ihren Entwurf für eine europäische Einlagensicherung vorgelegt. Demnach soll ab 2017 ein gemeinsamer Haftungsfonds aufgebaut werden, der alle Einlagen bis 100.000 Euro bei europäischen Banken sichert.

Der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, spricht sich entschieden gegen eine EU-weite Einlagensicherung aus. „Der Entwurf bedeutet eine Vergemeinschaftung von Schulden. Ein gemeinsamer Haftungsfonds ist aber noch lange nicht spruchreif“, warnt Pangl und weist darauf hin, dass die bereits geltenden Regelungen zur Bankenunion in einigen EU-Staaten noch gar nicht umgesetzt sind.

„Die Einlagen bei österreichischen Raiffeisenbanken sind besonders sicher. Eine Haftung für Krisenbanken in anderen Ländern würde unsere Sparer verunsichern. Wir haben ja auch keinen Einfluss auf das Risikomodell dieser Banken“, betont Pangl. In Krisenzeiten könnte eine gemeinsame Einlagensicherung daher sogar zum Brandbeschleuniger werden.

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OTS0129 5 WI 0234 RAV0001 Mi, 28.Okt 2015
Agrar / Nahrungsmittel / EU / Raiffeisen

ÖRV-Pangl begrüßt neues Gesetz für Bio- und Herkunftsangaben

Regelung erleichtert Nutzung von EU-weiten Bezeichnungen ggA und gU Regelung erleichtert Nutzung von EU-weiten Bezeichnungen ggA und gU

Wien (OTS) – Die Verwendung von EU-weit geschützten Herkunftsangaben für Lebensmittel wird erleichtert. Das österreichische Parlament hat entsprechende Anpassungen des sogenannten Qualitätsregelungen-Durchführungsgesetzes beschlossen, das die bisher komplizierten Regeln für die EU-weiten Herkunftsvermerke ‚Geschützte geografische Angabe ggA‘ oder ‚Geschützte Ursprungsbezeichnung gU‘ (wie z. B. die bereits existierende Angabe „Steirisches Kürbiskernöl“) festlegt. „Österreichs Landwirtschaft produziert viele hervorragende Produkte. Bisher sind österreichische Lebensmittel-Verarbeiter vielfach aufgrund der aufwendigen Bürokratie und der langen Dauer von der Nutzung der EU-weit geschützten Bezeichnungen zurückgeschreckt. Mit den neuen Regeln wird dies nun erleichtert und die Herkunftsangaben können vor allem im Export eingesetzt werden“, begrüßt der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, das neue Gesetz für Bio- und Herkunftsangaben.
Im Landwirtschaftsressort wird ein Beirat für geschützte Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben eingerichtet. Für die Abwicklung ist künftig nur noch das Patentamt zuständig. Mit dem Parlamentsbeschluss werde es künftig einfach und unbürokratisch möglich sein, dass mehr Unternehmen aus Österreich die geschützten EU-Herkunftszeichen anmelden, um diese auch im Export erfolgreich einzusetzen. „Wir gehören mit unseren Spezialitäten zu den Besten der Welt. Diesen Vorteil müssen wir vor allem auf neuen Märkten nutzen“, so Pangl. Durch geschützte Herkunftsangaben werde die regionale Herkunft von Lebensmitteln besonders hervorgehoben, was gleichzeitig zu einer besseren Information der Konsumenten beitrage.
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OTS0030, 20. Okt. 2015, 09:52

ÖRV-Pangl gegen EU-weite Einlagensicherung

„In Krisenzeiten Brandbeschleuniger“

Wien (OTS) – Gemeinsam mit der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken spricht sich auch der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, gegen eine EU-weite Einlagensicherung aus.

„Die Einlagen bei österreichischen Raiffeisenbanken sind durch eine sektoreigene Institutssicherung geschützt. Eine Haftung für Krisenbanken in anderen Ländern lehnen wir ab; das überfordert das System. Wir haben ja auch keinen Einfluss auf das Risikomodell dieser Banken. In Krisenzeiten könnte eine gemeinsame Einlagensicherung sogar zum Brandbeschleuniger werden“, betont Pangl.

Die Europäische Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) zeigt sich ebenfalls in einer Aussendung besorgt über die Pläne für eine EU-weite Einlagensicherung. Anlass ist die Ankündigung der EU-Kommission, bis Jahresende einen Vorschlag zur Zusammenlegung der nationalen Einlagensicherungen vorzulegen. Eine derartige Vergemeinschaftung der Einlagensicherung bringe Unsicherheit in den Markt, zumal die 2014 beschlossene Reform des bestehenden Einlagensicherungssystems noch gar nicht abgeschlossen ist, so die EACB.

Neben Deutschland zählt Österreich zu den schärfsten Kritikern eines europaweiten Systems zur Sicherung der Bankeinlagen. Eine solche Übereinkunft zwischen den EU-Staaten hätte zur Folge, dass die europäischen Banken untereinander für die Einlagensicherung haften würden und beispielsweise auch die Rücklagen deutscher oder österreichischer Banken zur Sicherung der Ersparnisse in anderen Ländern eingesetzt werden könnten.

Die EACB wurde 1970 gegründet und vertritt die Interessen von 4.000 Genossenschaftsbanken in Europa mit über 200 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 20 Prozent. (www.eacb.coop).
(Schluss)

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OTS0142 5 II 0316 RAV0001 WI Di, 07.Jul 2015
Banken / Recht / Unternehmen / Steuern / Finanzen und Dienstleistungen

ÖRV-Pangl zu Bankenpaket: „Brauchen realistische Umsetzungsfristen“

Präzisierung der Untreue führt zu mehr Rechtssicherheit – Crowdfunding als Finanzierung auch für Genossenschaften interessant Präzisierung der Untreue führt zu mehr Rechtssicherheit – Crowdfunding als Finanzierung auch für Genossenschaften interessant

Wien (OTS) – Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) begrüßt, dass mit dem heutigen Parlamentsbeschluss im Rahmen der Steuerreform beim Bankenpaket ein verstärkter Rechtsschutz für Bankkunden bei der Konteneinschau verankert wird. „Die neue Regelung bedeutet im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf mehr Schutz der Privatsphäre im Sinne der Kunden“, betonte ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl am Dienstag in einer Aussendung.

Bei der Umsetzung der komplexen Anforderungen sieht der ÖRV noch erheblichen Verbesserungsbedarf. „Die Realisierung der von der Regierung beschlossenen Maßnahmen wird bei den heimischen Kreditinstituten Kosten in der Höhe von rund 50 bis 60 Mio. Euro verursachen. Was es jetzt braucht, sind machbare technische Anforderungen und vor allem realistische Umsetzungsfristen. Die Kostenbelastung für Kreditinstitute muss im Zuge der technischen Umsetzung der neuen Regelungen so niedrig wie möglich gehalten werden“, forderte Pangl.

Mehr Rechtssicherheit

Die ebenfalls heute im Rahmen der Strafrechtsreform angekündigte Präzisierung der Untreue führe zu mehr Rechtssicherheit im Wirtschaftsleben. „Das Eingehen von Risiken ist Teil des normalen Wirtschaftslebens. Daher sollte das Strafrecht so ausgestaltet sein, dass alle Unternehmensführer klare Rahmenbedingungen vorfinden“, sagte der ÖRV-Generalsekretär in diesem Zusammenhang. Ein Geschäftsleiter handle künftig jedenfalls sorgfältig, wenn er sich nicht von sachfremden Interessen leiten lasse und sich ausreichend informiere. „Unternehmerische Fehlleistungen sollen nicht automatisch zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen“, begrüßte Pangl die Reform.

„Genossenschaft ist Urform des Crowdfunding“

Zudem soll heute im Parlament der Rechtsrahmen für die alternative Finanzierungsform Crowdfunding beschlossen werden. „Crowdfunding ist eine neue Form der Finanzierung, die auch für Genossenschaften interessant ist. Denn eigentlich ist die Genossenschaft die Uridee des Crowdfunding: Mehrere tun sich zusammen, um gemeinsam ein Projekt verwirklichen zu können. Wir sehen Crowdfunding auch nicht als Konkurrenz zum traditionellen Bankkredit. Im Gegenteil, die Banken stehen für eine Anschlussfinanzierung der Crowdfunding-Projekte zur Verfügung“, betonte Pangl.
(Schluss)

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OTS0044 5 WI 0237 RAV0001 WB Fr, 29.Mai 2015
Milch / Agrar / Pangl / ÖRV

Molkereigenossenschaften sind ein Erfolgsfaktor

Österreich ist stolz auf die Leistungsfähigkeit der heimischen Milchwirtschaft

Wien (OTS) – „Der überwiegend genossenschaftlich organisierten Milchwirtschaft gelingt es, trotz schwieriger struktureller Voraussetzungen höchste Qualität und wirtschaftlichen Erfolg zu vereinen. Das ist der Beweis dafür, dass Genossenschaften auch in der heutigen Zeit ein Erfolgsmodell sind“, zeigt sich ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl anlässlich des Weltmilchtages erfreut über die hohe Leistungsfähigkeit der heimischen Milchwirtschaft. Für die Konsumenten im In- und Ausland wird damit eine hohe Qualität der Produkte sowie eine große Produktvielfalt sichergestellt.

In Österreich wird der größte Teil der Milch in Genossenschaften oder in Unternehmen, hinter denen zu einem wesentlichen Teil Genossenschaften stehen, gesammelt und verarbeitet. Genossenschaften arbeiten in Österreich seit mehr als 100 Jahren für ihre Mitglieder. Die Leistungsfähigkeit von Genossenschaften bemisst sich aus Sicht der Mitglieder vor allem daran, dass es gelingt, vergleichsweise bessere Ergebnisse für die Mitglieder zu erwirtschaften als z.B. in Nachbarregionen. Entscheidend ist für die heimischen Milchbauern, einen verlässlichen Abnahmepartner zu haben, der für die Weiterverarbeitung des Produkts sorgt und hier auch Kompetenz hat.

„Es hat sich gezeigt, dass diese hohe Verantwortung in den Molkereien wahrgenommen und erfolgreich gearbeitet wird. Das sind gute Voraussetzungen, die Zukunft der Milchwirtschaft bestmöglich zu bewältigen, wenn es darum geht, unter verschärften Wettbewerbsbedingungen nach dem Ende der Milchquote zu wirtschaften“, ergänzt Pangl.

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Mag. Edith Unger
ÖRV – Österreichischer Raiffeisenverband
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1, A – 1020 Wien
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OTS0165 5 WI 0200 RAV0001 II Mi, 13.Mai 2015
Steuerreform / Banken / Steuern / Staatsbudget / Österreich

Bankgeheimnis – ÖRV-Pangl: „Regierungsvorschlag geht zu weit“

Raiffeisen-Generalsekretär fordert Rechtsmittel für Kunden gegen Einsicht und strenge Geheimhaltung der Ergebnisse Raiffeisen-Generalsekretär fordert Rechtsmittel für Kunden gegen Einsicht und strenge Geheimhaltung der Ergebnisse

Wien (OTS) – Gestern hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem ein zentrales Kontenregister eingerichtet werden soll und den Finanzbehörden und Staatsanwaltschaften der Einblick in die Bankkonten von Unternehmern und Privatkunden erleichtert wird. Dem Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, geht dieser Vorschlag zu weit, er sieht darin einen Generalverdacht gegen alle steuerehrlichen Österreicher.

„Natürlich sollen Steuerhinterzieher nicht geschützt werden, aber es muss das Persönlichkeitsrecht auf Datenschutz gewahrt bleiben. Denn die Kontendaten ermöglichen umfassende Rückschlüsse auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden und sein Konsumverhalten. Eigentlich müsste es längst einen kollektiven Aufschrei der Datenschützer geben“, beklagt Pangl.

„Wir fordern daher, dass der Einblick der Behörden nur bei begründeten Verdacht auf Steuerhinterziehung zulässig sein soll.“ Nach dem Vorschlag der Regierung würden bereits bloße Bedenken an der Richtigkeit der Abgabenerklärung ausreichen.

„Zudem muss dem Kunden ein Rechtsmittel gegen die Einsicht zustehen. Dazu ist es erforderlich, dass er von der Behörde über die bevorstehende Einsicht in seine Konten informiert wird“, fordert Pangl. Auch müssten die Ergebnisse der Einsicht einer strengen Geheimhaltung unterliegen.

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OTS0143 5 WI 0338 RAV0001 II Di, 31.Mär 2015

Agrar / Nahrungsmittelindustrie / EU / Politik / Preise

Petschar fordert von allen Bekenntnis zur heimischen Milch

Konsument und Handel wichtige Partner der Milchwirtschaft

Wien (OTS) – Das Auslaufen der Milchquote mit dem heutigen Tag bringt für die österreichische Milchwirtschaft neue Herausforderungen. Die österreichische Milchwirtschaft hat sich seit längerem auf diese Situation vorbereitet, schließlich ist dies auch seit längerem auf EU-Ebene politisch beschlossen worden. „Kompromisslose Qualität ist die Strategie der heimischen Milchwirtschaft auf den steigenden Wettbewerbsdruck am Milchmarkt. Wir brauchen dazu aber unbedingt auch die Partnerschaften mit dem Handel und unseren Konsumenten, die letztlich beim täglichen Einkauf über den Fortbestand der heimischen Milchwirtschaft entscheiden“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Direktor Helmut Petschar zum Auflaufen der Milchquote.

Österreichs Milchwirtschaft bietet einzigartige Qualitäten, die Milch wird gentechnikfrei produziert, sie wird nach höchsten Standards verarbeitet, vielfach kontrolliert, strengste Umwelt- und Tierschutzauflagen liegen der Produktion zu Grunde, auch gibt es keine Megabetriebe und die österreichische Milchwirtschaft bietet eine große Vielfalt an regionalen Produkten, die sich hoher Beliebtheit erfreuen. Österreich ist das Land mit dem höchsten Bio-Anteil, über 80 % der Milch stammen aus Berg- und benachteiligten Gebieten und zuletzt konnten mit Heumilchprodukten oder der Biowiesenmilch, weitere innovative Produktgruppen auf den Markt gebracht werden.

Die Österreichische Milchwirtschaft erwartet mit dem Ansteigen der Milchproduktion weitere Steigerungen im Export, dabei ist die hohe Qualität der heimischen Produkte Grundlage unserer Arbeit. Schließlich schätzen auch zunehmend Konsumenten im Ausland die hohe Qualität der heimischen Milchprodukte.

Die österreichische Milchwirtschaft erbringt vielfältige Leistungen, nicht nur hochwertige Milch, ein Lebensmittel mit höchsten Qualitätsanforderungen, sondern auch die gepflegte Landschaft ist das Ergebnis der Arbeit der Milchbauern. Schließlich ist die Milchwirtschaft in vielen Regionen die dominierende landwirtschaftliche Produktion, die Arbeit und Beschäftigung bietet.

„Für eine weitere positive Entwicklung der heimischen Milchwirtschaft sind neben optimalen Rahmenbedingungen ein Schulterschluss aller Beteiligten – der Milchbauern, der Verarbeiter, der politischen Vertreter, des Handels und der Konsumenten – notwendig, um die österreichische Qualitätsstrategie weiter erfolgreich zu gestalten“, ergänzte Petschar.

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Mag. DI Johann Költringer
VÖM – Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1, A – 1020 Wien
Tel: +43/1/90 664 – 2558, Email: voem@netway.at

OTS0119 5 WI 0116 NEF0004 Fr, 13.Mär 2015
Steuerreform / Steuern / Wirtschaft und Finanzen / Raiffeisen

ÖRV begrüßt Einigung zur Steuerreform: „Ausgewogenes Paket gefunden“

ÖRV-Generalsekretär Andreas Pangl mahnt jedoch Verwaltungsreform ein

Wien (OTS) – Der Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Andreas Pangl, begrüßt in einer ersten Einschätzung die Einigung der Bundesregierung zur Steuerreform.

„Es wurde ein ausgewogenes Paket gefunden. Ideologisch motivierte Substanzsteuern, die dem Wirtschaftsstandort Österreich schaden, konnten vermieden werden“, betonte Pangl am Freitag in einer Aussendung. Das Ziel der Konjunkturbelebung werde allerdings nur erreicht, wenn die Entlastung bei der Lohnsteuer tatsächlich zu einer Ankurbelung des Konsums führe, so der ÖRV-Generalsekretär.

Als nächster Schritt sollte nun eine Verwaltungsvereinfachung folgen, „denn die Bürokratie lähmt die Betriebe“, so Pangl.

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Mag. Edith Unger
Österreichischer Raiffeisenverband
Tel.: 0699/12 11 36 11, E-Mail: e.unger@raiffeisenzeitung.at

OTS0032 5 WI 0405 NEF0005 Mi, 01.Okt 2014
Wirtschaft und Finanzen / Banken / Unternehmen / Personalia / Karriere

Neuer Generalsekretär im Österreichischen Raiffeisenverband

Pangl übernimmt mit 1.10.2014 von Maier die Funktion des Generalsekretärs im ÖRV – Rehulka folgt Pangl als Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken nach

Wien (OTS) – Der Vorstand des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) hat Dr. Andreas Pangl (54) auf Vorschlag von Generalanwalt Dr. Walter Rothensteiner per 1. Oktober 2014 zum neuen Generalsekretär des ÖRV bestellt. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Ferdinand Maier an, der nach 20 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand tritt.

Als zentralen Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Generalsekretär des ÖRV sieht Pangl die Vermarktung der Genossenschaft als attraktive Unternehmensform, wofür im ÖRV eine neue Stabstelle eingerichtet wurde. „Genossenschaft ist mehr als nur Zahlen in der Bilanz, Genossenschaften stehen für nachhaltiges Wirtschaften mit starkem regionalem Fokus“, betont Pangl.

Auch die Aus- und Weiterbildung im Raiffeisensektor ist Pangl ein Anliegen. Hier sollen vor allem in der Funktionärsausbildung vorhandene Potenziale mobilisiert und über einen eigens gegründeten Funktionärinnen-Beirat mehr Frauen für den Funktionärskreis gewonnen werden.

Außerdem hat sich Pangl zum Ziel gesetzt, die Bedeutung von Raiffeisen für Österreich besser sichtbar zu machen. „Die Raiffeisen-Unternehmen leisten insgesamt einen wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Beitrag für dieses Land. Das gilt es besser darzustellen und zu kommunizieren“, betont Pangl.

30 JAHRE RAIFFEISEN-ERFAHRUNG

Andreas Pangl wurde am 25. November 1959 in Wien geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften hat Pangl 1985 seine Karriere bei Raiffeisen im niederösterreichischen Revisionsverband begonnen. 1990 ist der ausgebildete Jurist in den ÖRV gewechselt und war für Personalwesen und Genossenschaftsfragen zuständig. 1999 übernahm Pangl die Geschäftsführung des Fachverbandes der Raiffeisenbanken, wo er sich bis dato für die Interessen der Raiffeisen Bankengruppe in Österreich und Brüssel tatkräftig einsetzte. In dieser Funktion war Pangl auch Mitglied des Verwaltungsrates in der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken.

REHULKA LEITET KÜNFTIG FACHVERBAND

Die Nachfolge von Dr. Andreas Pangl als Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken tritt mit 1. Oktober 2014 Dr. Johannes Rehulka (34) an. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und der absolvierten Gerichtspraxis war Rehulka beim Europäischen Gericht 1. Instanz in Luxemburg und dem Institut für Europarecht an der Universität Wien tätig. Ende 2008 wechselte der promovierte Jurist ins Justizministerium, wo er stellvertretender Kabinettschef war, bevor er 2012 im Fachverband seine Karriere bei Raiffeisen begann.

Der Fachverband der Raiffeisenbanken koordiniert und vertritt die Interessen der Raiffeisen Bankengruppe gegenüber den übrigen Bankensektoren der österreichischen Kreditwirtschaft, dem Finanzministerium sowie nationalen und internationalen Behörden.

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OTS0113 5 WI 0394 NEF0005 WB Fr, 13. Jun 2014
Wirtschaft und Finanzen / Banken / Finanzen und Dienstleistungen

Walter Rothensteiner als Generalanwalt des ÖRV wiedergewählt

Österreichischer Raiffeisentag in Graz – Rothensteiner: „Ein starker, freiwilliger Verbund, der Verantwortung für Österreich trägt“

Wien/Graz (OTS) – Die Generalversammlung des Österreichischen Raiffeisenverbandes hat gestern, Donnerstag Nachmittag, in geheimer Wahl Dr. Walter Rothensteiner einstimmig zum Generalanwalt für eine Funktionsperiode von vier Jahren wiedergewählt.

Rothensteiner hat im Juni 2012 dieses Amt von Dr. Christian Konrad übernommen, der sich nach 18 Jahren aus dieser Funktion in der Mitte der Wahlperiode zurückgezogen hatte. Die nächste turnusmäßige Wahl für eine Funktionsperiode von vier Jahren findet im Juni 2018 statt. Der Vorstand des ÖRV hat zudem Dr. Andreas Pangl zum designierten Generalsekretär des Raiffeisenverbandes bestellt. Pangl wird mit 1. Oktober 2014 seine Funktion antreten und tritt damit die Nachfolge von Dr. Ferdinand Maier an, der 20 Jahre dieses Amt innehatte. Andreas Pangl ist stellvertretender Generalsekretär des ÖRV und Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken.

„Raiffeisen in Österreich ist ein starker, freiwilliger Verbund, der Verantwortung für Österreich trägt“, so der wiedergewählte Generalanwalt. Diese Verantwortung gelte es nach innen und nach außen wahrzunehmen und bewusst zu machen. Nicht zuletzt deshalb habe man den heute, Freitag, in Graz stattfindenden österreichischen Raiffeisentag unter das Motto „Bewusst Raiffeisen – Zuhause in einem größeren Ganzen“ gestellt.

Rothensteiner will seine künftige Tätigkeit als Generalanwalt an fünf Schwerpunkt-Initiativen festmachen:

  • Die Genossenschaft als Rechtsform soll öffentlich stärker positioniert werden und Antworten auf neue Trends wie Crowdfunding geben.
  • Die Kommunikation und der Dialog mit der breiten Öffentlichkeit über Raiffeisen Österreich soll verstärkt werden. Dazu wird eine eigene Stabstelle im ÖRV für Strategie eingerichtet.
  • Neue Formen der Zusammenarbeit innerhalb von Raiffeisen in Österreich sollen zu mehr Effizienz und zur Absicherung der Selbständigkeit führen.
  • Mit einer Frauen-Offensive innerhalb des Österreichischen Raiffeisenverbandes und einem neu gegründeten Funktionärinnen-Beirat sollen mehr Frauen als Funktionärinnen gewonnen werden.
  • Eine forcierte Ausbildung von Funktionären soll neben der Fachkompetenz auch die menschlichen und sozialen Qualitäten der Funktionäre bei Raiffeisen weiter stärken.

„Raiffeisen ist heute mehr denn je zuvor ein stabiler und zuverlässiger Partner in der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Rothensteiner und betont: „Wir wissen wer wir sind und was wir leisten, haben klare Ziele und blicken zuversichtlich in die Zukunft“, so Rothensteiner beim Raiffeisentag. Vier Millionen Kunden, zwei Millionen Mitglieder und 60.000 Mitarbeiter tragen zu Stabilität, Fortschritt und Wohlstand in diesem Land bei.

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OTS0232 5 WI 0341 NEF0009 Mo, 25.Jun 2012
Unternehmen / Wirtschaft / Banken / Personalia / Karriere

Walter Rothensteiner folgt Christian Konrad als Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes

„Ein starker freiwilliger Verbund, der Verantwortung für Österreich trägt“

Wien (OTS) – Die Generalversammlung des Österreichischen Raiffeisenverbandes hat heute, Montag Nachmittag, in geheimer Wahl Generaldirektor Walter Rothensteiner einstimmig zum neuen Generalanwalt gewählt. Rothensteiner tritt damit die Nachfolge von Christian Konrad an, der sich nach 18 Jahren aus dieser Funktion in der Mitte der Wahlperiode zurückzieht. Die nächste turnusmäßige Wahl für eine Funktionsperiode von vier Jahren findet im Juni 2014 statt.

„Der Raiffeisenverband ist ein starker freiwilliger Verbund, der sich auch in diesen herausfordernden Zeiten der Verantwortung für Österreich stellt“, so der scheidende Generalanwalt Christian Konrad. „Diese Verantwortung nach innen und nach außen immer wieder bewusst zu machen und wahrzunehmen, das sehe ich bei Walter Rothensteiner in guten Händen.“

Raiffeisen – schlagkräftige und flexible Struktur unabhängiger Genossenschaften

„Raiffeisen hat in Österreich große Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere Unternehmen sind mit rund 60.000 Arbeitsplätzen Österreichs größter privater Arbeitgeber. Viele dieser Arbeitsplätze befinden sich in Regionen, in denen es an hochwertigen Arbeitsmöglichkeiten mangelt“, unterstrich der neue Generalanwalt Walter Rothensteiner in seiner Antrittsrede. „Gerade weil es für Österreich wichtig ist, werden wir alles daran setzen, dass die Raiffeisen-Unternehmen ihre Konkurrenzfähigkeit bewahren und verbessern und damit in österreichischem Eigentum bleiben können.“ Das Spektrum der Raiffeisen-Unternehmen reicht von Finanzdienstleistern über den Agrar- und Warenbereich bis hin zu Industriebetrieben.

Er übernehme die Funktion als oberster Interessensvertreter von Raiffeisen Österreich in einer herausfordernden Zeit. „Die hinter uns liegenden Krisenjahre hat Raiffeisen gut überstanden. Das ist nicht zuletzt auf die gleichermaßen schlagkräftige wie flexible Struktur der unabhängigen Genossenschaften in einem freiwilligen Verbund zurückzuführen“, erklärte Rothensteiner, der seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG beibehalten wird.

Raiffeisen sei heute mehr denn je zuvor ein stabiler und berechenbarer Faktor in der österreichischen Wirtschaft. Rothensteiner: „Wir wissen woher wir kommen, haben klare Ziele und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Dabei wollen wir Nutzen für die Gesellschaft stiften, aus deren Mitte wir kommen.“

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OTS0173 5 WI 0461 NEF0015 WB Di, 27.Sep 2011
Wirtschaft / Banken / Finanzen / Kredite / Unternehmen

„Basel III kommt jetzt zur Unzeit“

Raiffeisen-Generalanwalt Konrad warnt vor negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft – Kreditklemme droht

Wien (OTS) – Angesichts des aktuell fragilen Zustandes der Finanzmärkte und der schwierigen Lage der Weltwirtschaft kommen die neuen, verschärften Eigenmittelvorschriften für Banken (Basel III) zur falschen Zeit. „Die ursprüngliche Zielsetzung von Basel III hat sich überholt. Zum Zeitpunkt des G-20-Beschlusses war eine Staatsschuldenkrise nicht erkennbar“, betont Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad am Dienstag in einer Aussendung.

Im Gefolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise beabsichtigten die G-20 eine nachhaltige Stabilisierung der Kreditwirtschaft. Oberste Priorität war es, weitere Staatshilfen für die Banken zu verhindern. „Vor dem Hintergrund der massiv geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Zielsetzung neu zu bewerten. Wir sind global mit schwer verschuldeten Volkswirtschaften konfrontiert, die sich teilweise bereits wieder in einer Rezession befinden“, gibt Konrad zu bedenken. Es stelle sich schon längst nicht mehr die Frage „Wer rettet die Banken?“, sondern „Wer rettet die Staaten?“

„Eine stärkere Regulierung des Bankensektors und eine Sanierung
des Staatshaushaltes ist nicht möglich“, ist sich der Generalanwalt sicher. Stärkere Regulierung führe zu einer Reduktion des Wachstums und damit der Steuereinnahmen, die bei der Sanierung des Staatshaushaltes fehlten. „Basel III zum jetzigen Zeitpunkt würde sich daher sogar krisenverschärfend auswirken“, betont Konrad und warnt auch vor der Gefahr einer Kreditklemme.

Die größte Herausforderung der Banken in der Umsetzung von Basel III werde im Kapitalaufbau liegen, was grundsätzlich nur auf drei Arten gedeckt werden könne: durch die – immer schwieriger werdende -Thesaurierung von Gewinnen, durch eine Zurückführung des Geschäfts und damit die Vergabe von weniger Krediten für die Wirtschaft, und schließlich über den Kapitalmarkt, was derzeit nur sehr schwer zu realistischen Konditionen durchführbar sei, analysiert der Generalanwalt.

Bei einer Gesamtbetrachtung der ATX-Unternehmen beträgt das Verhältnis Eigenkapital zu Marktkapitalisierung derzeit 0,7. Das heißt, dass der Börsenwert nur 70 Prozent des Buchkapitals beträgt. „Die Börsenkurse liegen derzeit bei den meisten Unternehmen deutlich unter ihrem inneren Wert. Die Zeit für Kapitalerhöhungen ist daher -sofern sie überhaupt möglich sind – denkbar ungünstig“, so Konrad. In einer solchen Situation sollten jene Banken, die sich in der Krise bewährt haben, nicht mit zusätzlicher Regulierung belastet werden.

Die Vorbereitungen auf Basel III laufen bereits jetzt auf Hochtouren, geplanter Start ist der 1. Jänner 2013. Aber auch die vorgesehenen Übergangs- und Einschleifregelungen über einen Zeitraum von sechs bis zehn Jahren können die Situation für Banken nicht entschärfen, zumal Kapitalinvestoren und Rating Agenturen die Einhaltung der verschärften Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften in der Regel sofort und ohne Übergangsfristen forderten, gibt Konrad zu bedenken.

„Basel III zum jetzigen Zeitpunkt einzuführen, wäre ein Fehler. Basel III darf daher frühestens nach einer nachhaltigen Erholung der globalen Wirtschaft und einer Überwindung der globalen Staatsschuldenkrise in Kraft treten“, betont der Generalanwalt.

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Dr. Andreas Pangl
Geschäftsführer des Fachverbandes
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